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NWZonline.de Region Friesland Politik

Altlasten in Dangast erhitzen Gemüter

14.01.2016

Langendamm /Dangast Zahlreiche Bürger haben am Dienstagabend die Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Varel verfolgt. Mit sechs Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen brachte die Politik die 23. Änderung des Flächennutzungsplanes – Teil B (Sandkuhle Dangast) auf den Weg. Dort lagern wie berichtet 4400 Kubikmeter Müll.

Unmut über Planung

Vor der Beratung waren die Bürger zu Wort gekommen, die ihren Unmut zum Ausdruck brachten. Mehr als 100 Einwendungen waren eingegangen. Das Durchsickern weiterer Substanzen in den Boden sei zu befürchten, sagte Dr. Peter Beyersdorff. Es werde nur „schwammig und nach menschlichem Ermessen“ argumentiert, kritisierte Auguste Schmiedtke.

Susanne Spille vom Büro Nordwest Planung Oldenburg stellte die Stellungnahmen, Abwägungsvorschläge und Inhalte der Änderung vor. Wie berichtet, wurde Teil A (nördlich der Straße am alten Deich) 2015 beschlossen.

Bei den Altlasten handele es sich um Teer und künstliche organische Chlorverbindungen, sagte Susanne Spille. Die Prüfung habe ergeben, dass der Transport der Stoffe „über größere Distanzen unwahrscheinlich ist“. Zwar seien die Prüfwerte überschritten, die Maßnahmenschwellenwerte aber nicht. Um die Sandkuhle zu bebauen, müssten Auflagen eingehalten werden. Die Altlasten müssen mit Sand abgedeckt bleiben und das Grundwasser muss überprüft werden. Wie lange die Altlasten per Monitoring betrachtet werden müssen, könne heute noch niemand sagen, sagte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner.

Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel) lehnte die Änderung des Flächennutzungsplans ab. Beim Verkaufsbeschluss sei formuliert worden, dass der Charakter und die Gestaltung des Dorfes zu erhalten sind, sagte er. „Eine Beschlussfassung zur Änderung widerspräche dem selbstgestellten Anspruch des Rates.“ Zudem sei der neue Seekurpark kein angemessener Ausgleich als Freizeitfläche.

Altlast beseitigen

Er könne die Stimmung der Bürger verstehen, sagte Iko Chmielewski (Menschenmüll). „Wir haben es verkauft und sind jetzt verurteilt, die Fehler nachzubessern.“ Er halte die Planung für bedenklich. „Die Stadt Varel hat die Pflicht, Neubürger auf die Altlastenproblematik hinzuweisen, bevor sie ihr Geld in eine Immobilie investieren.“ Dirk von Polenz (Grüne) forderte: „So eine Altlast sollte man beseitigen. Ich wüsste keinen günstigeren Zeitpunkt, als jetzt“

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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