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NWZonline.de Region Friesland Politik

Kommunalwahl: Ansmann als Kandidaten abgelehnt

26.04.2016

Wilhelmshaven Was als besonders geschickter Schachzug für die Kommunalwahl am 11. September gedacht war, endete am Sonnabend für die Wilhelmshavener SPD mit einem Fiasko. Die Wahlkreisdelegiertenkonferenz zur Aufstellung der Kandidatenliste korrigierte gründlich die Personalvorschläge des Kreisvorstands und lehnte dabei unter anderem den SPD-Landtagsabgeordneten Holger Ansmann als Kandidaten für den Wilhelmshavener Stadtrat ab.

Am Ende herrschte Katerstimmung. Blankes Entsetzen und Schockstarre auf der einen Seite, stille Zufriedenheit auf der anderen.

Die Kandidaten der SPD Wilhelmshaven

Wahlbereich 1 Süd/Ost: 1. Uwe Reese, 2. Nurhayat Bakir, 3. Kristian Stoermer, 4. Al-Chafia Hammadi, 5. Marten Gäde, 6. Christina Heide, 7. Michael Veh, 8. Stefan Starzonek, 9. Lukas Borgmann, 10. Michael Blenk, 11. Volker Block, 12. Jannik Lüttkenhaus, 13. Benjamin Lühr, 14. Tilman Winkler, 15. Rolf Oppenländer, 16. Wolfgang Jechke.

Wahlbereich 2 Nord/West: 1. Howard Jacques, 2. Gesina Nee, 3. Detlef Schön, 4. Jörg Münkenwarf, 5. Sebastian Seidel, 6. Gesche Marxfeld, 7. Timo Claassen, 8. Brigitte van Voorst, 9. Hartmut Tammen-Henke, 10. Angelika Unger, 11. Prof. Dr. Helmut Kortendiek, 12. Björn Heinisch, 13. Uwe Nolle, 14. Andre Bents, 15. Kjell van Büren, 16. Joachim Hock, 17. Martin Burkhart, 18. Werner Helmstedt, 19. Rainer Weber.

Mehr Infos unter www.spd-wilhelmshaven.de

Wer geglaubt hatte, das mühsam vorbereitete Personaltableau könnte die Grundlage für einen zupackenden Wahlkampf sein, sah sich schnell eines Besseren belehrt.

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Noch bei seiner Begrüßung hatte Kreisvorsitzender Hartmut Tammen-Henke die Delegierten zu Geschlossenheit und Solidarität aufgefordert. Doch am Ende sprach SPD-Urgestein Holger Barkowski davon, es sei wieder einmal das Stück „Wir gegen uns“ aufgeführt worden.

Bürgermeister Barkowski wird wie weitere langgediente SPD-Politiker nicht mehr bei der Kommunalwahl kandidieren, darunter der derzeitige Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Föhlinger, der ehemalige Ratsvorsitzende Norbert Schmidt sowie Sabine Gastmann und Peter Debring.

Dass es ungemütlich für den Kreisvorstand werden könnte, zeichnete sich schon im Vorfeld der Delegiertenkonferenz ab. Bereits bei der Diskussion der Personalvorschläge hatte es heftigen Streit gegeben.

So konnte eine Kreisvorstandssitzung nicht stattfinden, weil es bei der Einladung zu Satzungsfehlern gekommen war. Um den Terminplan zu halten, wurden die Personalempfehlungen dann bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschlossen.

Dieses Papier erwies sich am Sonnabend schnell als Makulatur. Schon früh gab es Kampfabstimmungen um die begehrten Listenplätze, vom Vorstand gesetzte Kandidatinnen und Kandidaten wurden nach hinten gerückt oder mussten sich in Kampfabstimmungen bewähren.

Zu einem Debakel für den amtierenden Landtagsabgeordneten Holger Ansmann wurde dann die Abstimmung um den Listenplatz sieben für den Kommunalwahlbereich Nord/West. Ansmann hatte zunächst in seinem Ortsverein zu erkennen gegeben, dass er an einer Kandidatur für den Stadtrat nicht interessiert sei. Dann hatte ihn aber der Kreisvorstand gebeten, bei der Wahl anzutreten, weil man hoffte, der Landtagsabgeordnete könne wegen seines Bekanntheitsgrads ein Stimmenmagnet sein.

Nachdem er bei den Delegierten mit 18 zu 19 Stimmen gegen Timo Claassen durchgefallen war, weigerte er sich enttäuscht, für einen Platz weiter hinten zu kandidieren. Ansmann: „Ich bin angetreten, um Unterstützung und nicht um ein Problem zu sein. Ich akzeptiere, dass ich keine Mehrheit habe. Eigentlich war mein Ziel, auf dem Spielfeld mitzumachen. Jetzt werde ich auf andere Weise bei der Kommunalwahl helfen.“

Ähnlich wie Ansmann mochte auch der Vorsitzende des Ortsvereins Heppens, Hans-Jürgen Kempcke, nicht für einen hinteren Platz kandidieren, nachdem er sich vergebens um Platz drei auf der Liste Süd/Ost bemüht hatte. Frustriert kündigte er an, nach dieser „Abstrafung“ werde er seine Parteiämter nach 37 Jahren SPD-Mitgliedschaft niederlegen.

Äußerlich gefasst zeigte sich Parteichef Tammen-Henke bei seinem Schlusswort. Die Partei werde nach dieser „turbulenten Versammlung“ versuchen, mit dem Ergebnis erfolgreich anzutreten. Dazu soll noch in diesem Sommer ein Wahlprogramm verabschiedet werden.

Das war eigentlich für die Konferenz am Sonnabend vorgesehen. Doch die bisher vorliegende Fassung hatte so viel Kritik hervorgerufen, dass sie in den Parteigremien neu diskutiert und am 1. Juni auf einem Sonderparteitag verabschiedet werden soll.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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