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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Auch das kleinere Übel wäre eine Katastrophe“

19.05.2017
Betrifft: „Zufahrt wird für Maststall zum Problem“, NWZ vom 17. Mai

„Es ist zum Heulen, dieses ewige Hin und Her. Darf der Maststall gebaut werden oder nicht? So wie ich es sehe und wie berichtet wurde, ist der Investor aus Dangast. Hier gibt es nur einen Investor, der jemanden im Stadtrat sitzen hat, der für diesen Mastbetrieb seine Zustimmung gibt.

Dafür spricht die Fraktion „Zukunft Varel“, die sagt: Es wäre fatal, wenn Großkonzerne eine Massentierhaltung in Dangast ansiedeln würden. Jeder Investor hätte dann das Recht, einen großen Mastbetrieb dort zu bauen. Ein Kleinmastbetrieb wäre dann das kleinere Übel. Dies beschreibt schon die Zustimmung von „Zukunft Varel“.

Auch das kleinere Übel wäre für Dangast eine Katastrophe. Ich hoffe, dass die Stadt Varel oder auch der Kreis Friesland dieses zu verhindern weiß. Eine Umfrage bei den Anwohnern von Dangast und Varel wäre eine gute Maßnahme, damit diese nicht umgangen werden. Nach dieser Umfrage könnte immer noch entschieden werden, ob der Mastbetrieb gebaut werden darf oder nicht.“

Peter Richter
Varel

„Seit Beginn der ersten Berichterstattung über den geplanten Maststall in Wehgast haben sich mir immer wieder zwei Fragen aufgedrängt. Erstens: Warum wird immer von einem Investor gesprochen und nicht der Name genannt? Und zweitens: Was wird die Wählergemeinschaft „Zukunft Varel“ für Argumente finden, um nicht gegen die Pläne zu sein?

Eine Frage wurde nun endlich in dem Bericht beantwortet. Alle Parteien in Varel sind dagegen, nur Zukunft Varel nicht. War aber auch nicht anders zu erwarten.

Herr Klubescheidt, wie scheinheilig kann man sein? Den Investor in Dangast, Herrn Peters, stellen sie an den Pranger und fordern einen Bürgerentscheid. Und das Bauvorhaben eines Maststalls bezeichnen Sie mit „das kleinere Übel“ – und gut.

Schön, das Herr Freitag mit seinem Sachverstand Ihr Argument, dass Großkonzerne kommen könnten, gleich entkräftet hat. Warum sagt eigentlich Ihr Vorsitzender nichts zu dem Thema?

Wenn Ihre Wählergemeinschaft etwas Sinnvolles machen will, sollten Sie sich lieber eine Complience auferlegen, damit sie sich bei zukünftigen Abstimmungen im Rat enthalten können, wenn es um die Interessen des Investors geht. (...)

Unabhängig davon sollte die Politik endlich die Gesetzeslage ändern, so das nicht jeder Landwirt, wenn er ein paar Auflagen erfüllt, alles bauen darf, wo er es will. Warum haben die Landwirte dieses Recht und andere nicht?

Stefan Cibis
Varel/Moorhausen

Anm. d. Red.: Da es sich um ein nichtöffentliches Verfahren handelt, darf der Name des Investors auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt werden.

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