• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Auch Kammer fährt nach Berlin

24.09.2013

Varel /Zetel Die kleine Gemeinde Zetel hat auch in den nächsten vier Jahren die höchste Dichte an Bundestagsabgeordneten: Neben Wahlkreisgewinnerin Karin Evers-Meyer (SPD) wird auch ihr Herausforderer Hans-Werner Kammer (CDU) über die Landesliste in den Bundestag einziehen. Entsprechend gelöst nach mehr als zwei Monaten Dauerwahlkampf gab sich Kammer am Montag. „Ein guter Tag, ich bin sehr zufrieden“, sagte der 65-Jährige zum eigenen Abschneiden und dem Abschneiden seiner Partei im Wahlkreis. Die CDU liegt nun bei den Zweitstimmen nicht nur im Wahlkreis vor der SPD, sie hat auch in Friesland etliche Prozentpunkte gegenüber den Sozialdemokraten gut gemacht. Nur noch in Sande, Zetel und Varel liegt die SPD vor der CDU, sogar in der einst sozialdemokratischen Stadt Wilhelmshaven liegt jetzt die CDU bei den Zweitstimmen vorne.

„Gut für die Region“

„Für die Region ist es gut, dass wir zu zweit in Berlin vertreten sind“, sagte Kammer. Und genauso sieht es Karin Evers-Meyer. Sie war am Morgen schon nach Berlin aufgebrochen, wo am Nachmittag die erste Fraktionssitzung stattfand. Selbstkritisch müssten sich die Sozialdemokraten fragen, ob sie überall gut aufgestellt waren. „ist an der Basis alles gut, was wir machen? Und sind wir zu den neuen Entwicklungen richtig aufgestellt“, fragte sie. Dass ihr Kollege Kammer wieder in den Bundestag einzieht, „ist eine erfreuliche Sache. Das ist für die Region gut, da sind wir gut aufgestellt.“ Den möglichen Koalitionsverhandlungen sieht sie mit Spannung entgegen, „aber das wird länger dauern“, sagt sie.

Kammer wollte noch in sein Wahlkreisbüro nach Jever, ansonsten durchschnaufen nach dem anstrengenden Wahlkampf. Am Abend ging es dann in Richtung Berlin, wo die CDU-Fraktion an diesem Dienstag zusammenkommt. Die CDU in Friesland werde natürlich auch das Ergebnis aufarbeiten. „Ich gehe davon aus, dass die Kreisverbände sich schnell zusammenfinden.“

In Friesland werden sich auch die Genossen über ihr Abschneiden bei der Bundestagswahl Gedanken machen (müssen). Nur noch in Zetel und Varel (knapp) sowie in Sande (deutlicher) gibt es bei den Zweitstimmen rote Mehrheiten. In der Stadtgemeinde Varel hatte die SPD in den Stimmbezirken BBS Varel, in Büppel und in Winkelsheide ihre besten Ergebnisse. Über 40 Prozent kommen die Genossen auch in Obenstrohe und Langendamm. Vor vier Jahren hatten die Genossen nur in zwei Stimmbezirken die 40-Prozent-Marke geknackt (Winkelsheide und BBS).

Grüne stark in Büppel

Die CDU liegt in Varel in den ländlichen Stimmbezirken Rosenberg, Streek und Altjührden vorne, auch in den kleineren Bezirken Seghorn und Jeringhave. Vor vier Jahren hatte die CDU nur in Altjührden und im Altersstift Simeon und Hanna gut abgeschnitten. 2009 wird auch die FDP noch in guter Erinnerung haben. In allen Stimmbezirken holten die Liberalen damals über zehn Prozent – davon ist nun fast nichts mehr übrig. Lediglich in Dangast (9,3 Prozent) und im Vogelviertel (6,0 Prozent) erzielte die FDP erwähnenswerte Ergebnisse.

Die Grünen haben ihre besten Ergebnisse in Büppel, Jeringhave und Seghorn erzielt. Das beste Zweitstimmen-Ergebnis fuhren sie im Stimmlokal Gymnasium mit 11,8 Prozent der Stimmen ein. Gleichmäßig in Varel sind die offenbar die Anhänger der Linken verteilt. Sie holte zwischen sieben und knapp zehn Prozent, in den ländlichen Bezirken eher weniger Stimmen. Beide – Grüne und Linke – verloren aber drei Prozentpunkte bei den Zweitstimmen gegenüber der Wahl 2009.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

Weitere Nachrichten:

CDU | SPD | Stimmbezirken BBS Varel | BBS | Grüne | FDP | Gymnasium | Linke

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.