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NWZonline.de Region Friesland Politik

Asyl: Besorgt um Zukunft der Flüchtlingskinder

29.06.2016

Varel „Es geht mir sehr nah“, sagt Herbert Ammermann. Seit Jahren betreut der Vareler als Integrationslotse Flüchtlingsfamilien und wurde für sein Engagement auch als „Mann des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Jetzt haben die ersten der albanischen Familien in Varel Ablehnungsbescheide bekommen und der 69-Jährige erlebt die Verzweiflung in den Familien. In Empfehlungsschreiben an den Landkreis und die Landesregierung fordert er jetzt generell beschleunigte Verfahren für die Flüchtlinge, die keine Bleibeperspektive haben.

520 Flüchtlinge leben derzeit in Varel

520 Flüchtlinge leben derzeit insgesamt in Varel. Etwa zehn bis fünfzehn Familien kommen aus so genannten sicheren Herkunftsländern wie Albanien, Serbien und dem Kosovo.

Seit Oktober 2015 sind nur noch Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan nach Varel gekommen.

„Wir tun alles für die Familien, damit sie sich integrieren, und dann werden sie abgeschoben“, sagt er. Was das auslösen kann, erlebt er derzeit unter anderem bei einem siebenjährigen Jungen aus Albanien, dessen Familie er betreut: „Der Junge hat sich gut in der Schule eingelebt, Freunde gefunden und Deutsch gelernt. Nachdem die Familie den Ablehnungsbescheid erhalten hat, sitzt er nur noch apathisch da.“

Damit solche Härten erst gar nicht entstehen, fordert Ammermann, dass Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive künftig in zentralen Aufnahmelagern untergebracht werden und in kurzer Zeit über ihr Verfahren entschieden werden müsse. „Sie sollten gar nicht erst in die Kommunen kommen, sagt er, „es ist unmenschlich, wenn sie dann abgeschoben werden, nachdem sie sich hier gut eingelebt haben“.

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Herbert Ammermann erlebt das derzeit bei fünf Familien, die er betreut. Sie kommen aus Albanien und dem Kosovo. Auch Heiko Eilers aus der Vareler Stadtverwaltung kennt das Problem. Etwa zehn Prozent der Flüchtlinge in Varel kommen aus sicheren Herkunftsländern wie Albanien, Serbien und dem Kosovo, teilweise leben sie seit 2013 in Varel, berichtet er. Sie seien bedroht von Abschiebung, teilweise lägen die Ablehnungsbescheide vor. „Drei Familien haben Varel nach Gesprächen mit der Ausländerbehörde bereits verlassen“, berichtet er.

Auch er sieht das Unglück in den von Abschiebung bedrohten Familien: „Oft haben die Väter Arbeit gefunden, die Kinder haben sich gut eingelebt und Freunde gefunden.“ Wie Herbert Ammermann plädiert auch Heiko Eilers dafür, Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern nicht in die Kommunen zu verteilen.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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