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NWZonline.de Region Friesland Politik

Straße seit 50 Jahren überlastet

11.07.2018

Bockhorn Immer mehr Fahrzeuge auf den Straßen – und damit auch immer mehr Probleme im Verkehr: nicht nur auf den Fernverkehrsstraßen, sondern auch und vor allem in den Orten – selbst in kleinen Ortschaften wie Bockhorn. Dort allerdings sind die Schwierigkeiten nicht unbekannt: Bereits vor 50 Jahren waren sie Thema im Gemeinderat: „Slalomfahren in Bockhorns Hauptstraße“ titelte „Der Gemeinnützige“ am 29. Juli 1968. Und passiert ist seitdem – eigentlich nicht viel. Wohl ein paar Verbesserungen, aber „das ganz große Konzept“ fehlt nach wie vor.

Viermal mehr Autos

Vor fünf Jahrzehnten gab es längst nicht so viele Fahrzeuge wie heute. Meldete das statistische Bundesamt für das Jahr 1965 mehr als 12 Millionen Fahrzeuge, hat sich die Zahl bis heute mehr als vervierfacht, womit auch Bockhorn heute das Vierfache dessen verkraften muss, was einst durch den Ort rollte. „In den Hauptverkehrsstunden der Werktage ist die Fahrbahn mit fahrenden und parkenden Fahrzeugen so voll, dass die Kraftfahrer oft Slalom fahren müssen, um sich durch den Verkehr hindurch winden zu können“, hieß es in dem Bericht. Wie man den Verkehrsfluss am besten regeln könne – „das war bereits häufig Gegenstand ernster Beratungen der Gemeindeväter und auch anderer Stellen“.

Umgesetzt wurde von den Vorschlägen, darunter das Parken auf dem Gehweg zuzulassen, nichts, zumal auch die Landesstraße von Steinhausen nach Grabstede von ähnlichen Problemen betroffen war, wie es hieß. Um die Pläne zu verwirklichen, müsse auch die Lauwstraße verbreitert werden, wofür keine Mittel zur Verfügung standen. Es sollte also bei der alten Regelung bleiben. Heute sorgen wenigstens Parkbuchten dafür, dass die Autos nicht mehr Slalom fahren müssen.

Neue Zufahrtsstraßen zu den Gewerbegebieten am Ortsrand entlasten zwar den Ortskern, die Belastungen dort bestehen aber nach wie vor – und sind immer wieder Thema im Rat, so auch im Herbst vor zwei Jahren. Hier ging es um ein von der SPD vorgeschlagenes Tempolimit von 30 km/h im gesamten Ort – alle Fraktionen waren dagegen und auch die Sozialdemokraten ließen sich offensichtlich davon überzeugen, dass das „nicht unbedingt eine gute Lösung“ ist.

Alle wollen ein Konzept

„Wir brauchen kein Stückwerk, sondern ein Verkehrskonzept“, forderte der damalige Ratsherr Wolfgang Janßen und stieß damit offene Türen auf, denn ein solches hatte die Bockhorner CDU bereits fünf Jahre zuvor angemahnt. Einigkeit, ein solches Konzept zu erstellen, herrschte schließlich bei allen Fraktionen, wenngleich Ratsherr Olaf Nack (UWG) nicht allzu optimistisch war: daran seien schließlich schon der Arbeitskreis Verkehr und die politischen Gremien gescheitert.

Und so war auch die Idee, auf der Langen Straße rechts vor links einzuführen, gleich wieder Makulatur: „Wegen der baulichen Gegebenheiten nicht machbar“, hieß es seitens der Verwaltung. Geblieben ist als Kompromiss, „in Abstimmung mit dem Verkehrsamt des Landkreises Friesland den Antrag einzureichen, eine Liste der möglichen Tempo-30-Zonen im Ort zu erstellen“.

Wie seit Jahrzehnten, wurden auch jüngste Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation im Ort von Rat zu Rat weitergereicht. So hinterließ vor zwei Jahren der scheidende Ratsherr Wolfgang Janßen gleich drei Anträge seinen Nachfolgern, darunter die Neugestaltung des Überganges zwischen Rathaus und Combi. „Soll in das Verkehrskonzept einfließen“, hieß es im Rat. Inzwischen sorgt wenigstens eine Querungshilfe für Fußgänger für mehr Sicherheit, und an der Einmündung zur Langen Straße bremst eine rote Fahrbahnmarkierung den abbiegenden Verkehr.

Noch kein Ergebnis

Für das Neubaugebiet „Am Urwald“ wünschte sich Janßen „endlich einen Übergang über die Kreisstraße, da fehlt seit 15 Jahren eine vernünftige fußläufige Anbindung“. Auch das, so die Ratsmitglieder, sollte in das Verkehrskonzept einfließen – das es allerdings immer noch nicht gibt. Keine Befürworter fand auch der Antrag, an der Bundesstraße ein Hinweisschild auf die Sehenswürdigkeiten im Ort und eine Schutzhütte zu erstellen, außerdem sollte der Radweg verlegt werden. Die Politiker stimmten damals in allen Punkten dagegen.


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