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NWZonline.de Region Friesland Politik

FDP und Scherer trennen sich

22.06.2019

Bockhorn Die Gruppe FDP/Rolf Scherer im Bockhorner Gemeinderat löst sich auf. Die Trennung wurde in der Ratssitzung am Donnerstagabend verkündet. Harald Duttke (FDP) hatte die Auflösung der Gruppe beantragt. Die FDP-Fraktion besteht damit weiterhin aus Harald Duttke und Stephanie Krebs, Rolf Scherer wird als parteiloses Ratsmitglied keiner Fraktion oder Gruppe mehr angehören und sein Grundmandat wahrnehmen.

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Ausschlaggebend für die Trennung war Duttke und Scherer zufolge die Abstimmung zum Thema Biosphärenreservat im Rat. Nachdem der Rat es zunächst abgelehnt hatte, an Gesprächen zur Einrichtung eines Biosphärenreservats teilzunehmen, kam das Thema nach einem Antrag von Rolf Scherer erneut auf die Tagesordnung. Duttke hatte sich bei der Abstimmung enthalten, obwohl das Scherer zufolge zuvor anders abgesprochen war. Dadurch sei „ein Riss in der Gruppe“ entstanden, erklärte Duttke am Freitag im Gespräch mit dem „Gemeinnützigen“.

Zudem hatte sich Scherer in einem Leserbrief im „Gemeinnützigen“ über Christian Lindner und die FDP geäußert. „Das war der Punkt, wo wir dann gesagt haben: ,Jetzt reicht’s!‘“, erklärte Duttke. Es sei abzusehen gewesen, dass so etwas passiere, da sich beide in unterschiedliche politische Richtungen bewegten. „Wir wollen keine Schlammschlacht führen. Wir haben gut zusammengearbeitet, aber irgendwann war es einfach nicht mehr harmonisch und da muss man dann einen Schlussstrich ziehen“, so Duttke.

Auch Scherer betont, dass man bis zur Abstimmung zum Biosphärenreservat immer gut zusammen gearbeitet habe. Was seine Äußerungen zu Christian Lindner angehe, wundere er sich aber, warum er für ein Zitat die Konsequenzen tragen müsse. Nun werde er aber bis zu den Kommunalwahlen 2021 als einzelnes Ratsmitglied weitermachen. „Für mich kommen derzeit keine anderen Gruppen in Frage“, so Scherer. Bei den nächsten Wahlen werde er mit einer eigenen Wählergemeinschaft antreten.

Die Trennung von der FDP bedeutet für Scherer auch eine erhebliche Mehrarbeit. „Ich muss jetzt möglichst in allen Sitzungen als Zuhörer dabei sein, um auf dem Laufenden zu bleiben“, sagt Scherer. Mit seinem Grundmandat bleibt ihm lediglich das Rede- und Abstimmungsrecht im Ausschuss für Finanzen. An allen anderen Sitzungen – auch den nichtöffentlichen – kann Scherer zwar teilnehmen, aber darf dort nicht abstimmen.

Daher werde er nun bei seiner politischen Arbeit auch andere Wege gehen müssen. Er werde verstärkt an die Öffentlichkeit gehen und weiterhin viele Fragen und Anträge stellen. Er hoffe, dass Thorsten Krettek (CDU) als neuer Bürgermeister ein Bürgermeister für alle Bockhorner werde und nicht nur für CDU-Anhänger.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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