• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Sagen Sie mal, Herr Krettek . . .

16.05.2019

Bockhorn Wer wird neuer Bürgermeister oder neue Bürgermeisterin der Gemeinde Bockhorn? Die Leserinnen und Leser des „Gemeinnützigen“ haben der Nordwest-Zeitung Fragen an die drei Kandidaten Thorsten Krettek (CDU), Katja Lorenz und Maik Radig (beide parteilos) geschickt. Die NWZ-Redaktion gab die Fragen weiter und veröffentlicht alle Fragen samt Antworten der Kandidaten. Den Auftakt macht Thorsten Krettek, der als erster Bewerber seinen Hut auf die Nachfolge des nicht mehr antretenden Amtsinhabers Andreas Meinen in den Ring geworfen hatte. Es folgen Katja Lorenz und Maik Radig.

Gerd Rüst fragt: „Warum sollen die Bockhorner gerade Sie wählen? Was wollen Sie anders machen als Herr Meinen?“

Ich stehe für mehr Bürgernähe und Beteiligung. In vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde habe ich schon gute Impulse mitnehmen können. Mit Bürgerforen zu wichtigen Themen möchte ich gemeinsam mit Ihnen Bockhorns Zukunft gestalten.

Thomas Fritsch fragt: „Viele CDU-Ratsmitglieder haben einen beruflichen oder familiären Bezug zur Landwirtschaft. Kann ein eventueller Bürgermeister mit CDU-Parteibuch wirklich unabhängig für alle Bürger agieren, also auch gegebenenfalls gegen den Willen der Landwirtschaft?“

Als Bürgermeister bin ich für alle Bürger da und habe mich an der Sache zu orientieren. Bereits als Fraktionsvorsitzender habe ich immer das Gespräch mit den betroffenen Menschen und mit den anderen Fraktionen gesucht und bin gut damit gefahren. So etwas wie Fraktionszwang gibt es bei der CDU nicht, zum Beispiel bei der Entscheidung zur neuen Potenzialstudie Windkraft habe ich mich dagegen entschieden und einige Fraktionsmitglieder dafür. Das ist ein normaler demokratischer Vorgang.

Jan Eismann fragt: „Sie sind seit mehr als einem Jahrzehnt aktiv in der Politik der Gemeinde. Ganz besonders jetzt. Bleiben Sie auch als Bürgermeister so engagiert wie aktuell im Wahlkampf?“

Natürlich, dafür stehe ich. Ich war, bin und werde immer engagiert für Bockhorn bleiben. Neben der Politik bin ich Mitglied in 22 Vereinen, denn Bockhorn ist besonders lebenswert durch sein starkes Ehrenamt. Ich bin in dieser Gemeinde durch meine Großeltern, Eltern und meine Familie fest verwurzelt und es macht mir viel Freude, mich für unsere tolle Gemeinde zu engagieren.

Mirco Osterthun fragt: „Viele Straßen in Bockhorn sind in einem desolaten Zustand. Wie stehen Sie zu Straßenausbaubeiträgen in Bockhorn?“

Dazu habe ich mich bereits mehrfach öffentlich geäußert. Ich bin strikt dagegen. Wir haben 2018 die Grundsteuern erhöht, um einen höheren Ansatz für die Sanierung unserer Straßen im Haushalt zu erreichen. Damit ist der Straßenbau gerecht auf alle Schultern verteilt. Wir haben eine Bestandsaufnahme der Straßen gemacht, um Prioritäten festlegen zu können. Jetzt gilt es, den großen Sanierungsstau konsequent abzuarbeiten.

Gerd Rüst fragt dazu nach: „Wie soll die Sanierung der Straßen und Radwege finanziert werden?“

Zum einen haben wir den eigenen Mittelansatz erhöht. Das reicht natürlich nicht aus. Deshalb habe ich mich vor kurzem mit dem niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers getroffen, um mich zu Förderprogrammen von Bund und Land zu informieren. Bei bestimmten Projekten ist auch eine EU-Förderung (z. B. Leader) denkbar. Flankiert wird das bei investiven Maßnahmen im begrenzten Umfang durch Kredite.

Steffen Prediger fragt zum Thema ÖPNV: „Würden Sie einen Bürgerbus für Senioren oder eine generelle Busverbindung nach Varel für die ältere Bevölkerung fördern?“

Das würde ich auf jeden Fall fördern und habe dazu auch bereits Gespräche geführt. Generell geht es auch darum, eine verlässliches Angebot auch für die Außenbereiche zu schaffen und Abfahrtszeiten aufeinander abzustimmen. Ein reiner Stundentakt von Ortszentrum zu Ortszentrum reicht nicht aus.

Christian Wolff fragt: „Die Nitratbelastung des Grundwassers wird zunehmend zum Problem. Welche Maßnahmen würden Sie als Bürgermeister ergreifen, um die Belastung durch geringere Düngung beziehungsweise Beseitigung der Tierausscheidungen in Klär- oder Biogasanlagen zu verringern?“

In Friesland haben wir Gott sei Dank noch kein Problem mit zu hohen Nitratwerten. Das liegt unter anderem auch an dem hohen Anteil von Grünland, dass eine wichtige Pufferfunktion im Trinkwasserschutz einnimmt. Damit das für Friesland auch so bleibt, ist der Gewässerschutz ein wichtiger Bestandteil der Neuauflage des regionalen Raumordnungsprogramms.

Marina Tapken fragt: „Was wollen Sie unternehmen, um in den Bockhorner Kindergärten mehr Ganztags- und Vormittagsplätze zu schaffen?“

Bockhorn ist im Vergleich der Gemeinden zwar bereits sehr gut aufgestellt, aber der Ausbau der Kinderbetreuung muss konsequent weiterverfolgt werden. Ich könnte mir zum Beispiel sehr gut die Einrichtung eines Waldkindergartens vorstellen.

Heinz Hinrichs (Vorsitzender des BV Bockhorn) fragt: „Unser Verein hat den Bau einer neuen Spielfläche beantragt. Halten Sie unser Projekt für dringend notwendig und unterstützen Sie es als neuer Bürgermeister?“

Dabei hat der Verein meine volle Unterstützung, da er insbesondere durch die Jugendarbeit sehr viel leistet. Einen Kunstrasenplatz und eine Tribüne für den Hauptplatz könnte ich mir ebenfalls gut vorstellen.

Michaela Steinker (Pfadfinderstamm Aldenburg) fragt: „Was beabsichtigen Sie als Bürgermeister für die Jugend- und insbesondere Vereinsarbeit in Bockhorn zu machen?“

Wir sollten die Zeit nutzen, um ein Jugendparlament im Jahre 2021 parallel zur Kommunalwahl zu wählen. Denn die Jugendlichen wissen selbst am besten, was sie sich von ihrer Kommune wünschen.

Die Vereinsarbeit liegt mir sehr am Herzen, ich selbst bin Mitglied in 22 Vereinen und Sie können sicher sein, dass bei mir das Ehrenamt auch künftig eine große Rolle spielen wird. Neben direkter Hilfe ist auch die Beratung der Vereine wichtig, zum Beispiel zu Förderprogrammen.

Thomas Fritsch fragt: „Nach der gelungenen Beendigung des Haushaltssicherungsprogramms der vergangenen Jahre und der Steuererhöhung 2018: Wie wichtig ist Ihnen die sparsame aber effektive Haushaltsführung mit weiterem Schuldenabbau?“

Die sparsame Haushaltsführung und eine intelligente Investitionspolitik sind absoluter Konsens bei allen Ratsfraktionen und dafür stehe ich auch. Nur dadurch erhält man sich Handlungsspielräume auch für die Zeiten, wenn die Steuereinnahmen zurückgehen.

Christa Möller fragt: „Werden Sie sich dafür einsetzen, die Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen umzurüsten und dann alle Straßenlaternen nachts angeschaltet zu lassen (Anm.: Ist nicht in allen Straßen Bockhorns der Fall)?“

Die sofortige Umrüstung auf LED ist erforderlich, um die Betriebskosten zu senken und längere Schaltzeiten zu ermöglichen. Denkbar ist der Einbau von Bewegungsmeldern an den Straßenlaternen zur bedarfsgerechten Schaltung in den Nachtstunden.

Gerd Rüst fragt: „Wenn Sie die Wahl gewinnen: Welche Energiequellen sollen Ihrer Meinung nach in der Gemeinde in den kommenden Jahren vermehrt zum Einsatz kommen? Wind- und Solarenergie oder nur importierte Energie? Was und wo soll gefördert werden?

Bereits heute erzeugen wir mehr Strom durch Windkraft, als in Bockhorn verbraucht wird. Durch Repowering alter Anlagen wird sich der Ertrag noch verbessern. Die Ausweisung weiterer Windparkstandorte lehne ich ab.

Den Ausbau der Solarenergie auf Dächern der gemeindeeigenen Gebäude werde ich ebenso prüfen wie Möglichkeiten der energetischen Sanierung. Wichtig finde ich Beratungsangebote für die Bürger, zum Beispiel im Rahmen des gemeinsamen Energietages von Bockhorn und Zetel.

Carola Burmeister fragt zum Thema Naturschutz: „Was wollen Sie als Bürgermeister gegen den massiven Artenrückgang tun – zum Beispiel von Wiesenblumen, Vögeln und Insekten?“

Dieses Thema liegt mir wirklich am Herzen. Die CDU Bockhorn hat im letzten Jahr gemeinsam mit Landwirten und Jägern aus der Gemeinde ermöglicht, dass auf 13 000 Quadratmetern Fläche Blühstreifen mit einer Saatmischung für unsere heimischen Insekten angelegt wurde.

Als Bürgermeister würde ich mich zusätzlich für Blühstreifen auf gemeindeeigenen Grund einsetzen und für Initiativen wie den Bau von Insektenhotels oder der Schaffung von Nistgelegenheiten.

Familie Fröhlich fragt: „Steinhausen benötigt einen Supermarkt. Würden Sie sich für die Ansiedlung einsetzen? Das gleiche gilt für den Bau einer Turnhalle in der Nähe der Schule in Steinhausen. Unterstützen sie so ein Projekt?“

Für Ortschaften wie Steinhausen funktionieren nur Konzepte wie (teilweise) ehrenamtlich getragene Dorfläden oder mobile Verkaufsstellen, da Investoren den zentralen Ort bevorzugen. Solche Initiativen werde ich gerne unterstützen.

Den Bau einer Turnhalle in Steinhausen halte ich für nicht geboten, da bei der Schule nicht ausreichend Platz vorhanden ist, um eine Turnhalle und ausreichend Parkplätze zu realisieren.

Video

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2501
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.