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Aktualisiert vor 9 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Das Grüßen ist die Sache, die mir Frieden bringt“

28.11.2017

Bockhorn Als syrischer Flüchtling, der in Deutschland als Journalist Fuß fassen möchte, freue ich mich auf das neue Leben in meiner neuen Gesellschaft. Ich möchte hier nicht von der Flucht und den Schrecken des Krieges in meinem Land erzählen. Alles, was darüber geschrieben wurde, hat bereits alle Worte erschöpft. Ich bin heute hier, beginne mein viertes Jahr in Deutschland zusammen mit meiner Frau und meiner Tochter, die vor kurzem zwei Jahre alt geworden ist, und wir sind umgeben von Chancen und Herausforderungen, und stehen irgendwo zwischen Erinnerungen an früher und Angst vor der Zukunft.

Ich mache mir viele Gedanken darüber, was meine neue Heimat in Bockhorn für uns bringt. Die Menschen hier sind jedenfalls freundlich und liebevoll und zögern nicht zu helfen. Sie grüßen mich sogar auf der Straße, obwohl sie gar nicht wissen, wer ich bin und wie ich heiße. Das ist eine Sache, die mir Frieden bringt und mich auch an die Menschen in meiner Heimat erinnert. Außerdem glaube ich, dass es ein Zeichen ist, dass auch Ausländer hier willkommen geheißen und akzeptiert werden.

Über die NWZ-Serie „Neuland“

In der Serie „Neuland“ schreibt Ihab Alyazaji (38), geflüchteter Journalist aus Syrien, über das Leben in seiner neuen Heimat. Er kam 2015 mit seiner Frau nach Deutschland. Jetzt lebt er in Bockhorn. In der „Neuland“-Serie wird er über seine Erlebnisse schreiben und das Leben hier mit dem Leben in Syrien vergleichen.

Zusammen mit dem NWZ-Redakteur Christopher Hanraets bildet Ihab Alyazaji ein Reportertandem im Projekt „Newscomer“, das sich zum Ziel gesetzt hat, geflüchtete Journalisten in deutschen Lokalzeitungen zu Wort kommen zu lassen.

Als Einwanderungsjournalist begegne ich täglich Herausforderungen und Sorgen. Von den Schwierigkeiten beim Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache über die Suche nach einer geeigneten Unterkunft bis zur Suche nach Arbeit. Mein Briefkasten platzt aus allen Nähten vor Post von der Gemeinde, der Ausländerbehörde, dem Arbeitsamt, den Versicherungen und dem Finanzamt. Aber davon will ich mich nicht aufhalten lassen.

Als jemand, der Soziologie studiert hat, versuche ich immer, die Gesellschaft, in der ich lebe, zu verstehen. Ich will mir ihre Traditionen und Bräuche ansehen, ein Teil davon werden aber auch meine eigene Identität wahren.

Jeden Abend denke ich über alles nach, was mir den Tag über passiert ist, darüber, welchen Menschen ich begegnet bin, über die Hektik in den Supermärkten, die Stille an einigen Orten, das Laub auf der Straße, die Maisfelder, die Bauernhöfe mit den vielen Kühen, die neuen deutschen Worte, die ich nicht verstanden habe. Ich denke über alles nach, was mich umgibt und versuche ständig, mir diese eine Frage zu beantworten: Wird Deutschland meine neue Heimat sein? Ich glaube ja – zumindest, bis in Syrien der Krieg zu Ende ist.

Trotz aller Unterschiede teilen Deutsche und Syrer viele Werte. Wir sollten alle lernen, zusammen zu leben und die kulturellen Unterschiede zu akzeptieren. Ich versuche, ein Deutscher zu werden, der im Herzen immer noch ein Syrer ist. Wenn ich zum Beispiel im Auto sitze, werde ich mich natürlich an die deutschen Verkehrsregeln halten. Aber im Radio wird immer noch syrische Musik laufen. Wie ich mein Ziel erreiche, darauf versuche ich in den nächsten Artikeln ein paar Antworten zu finden.

Den Autor erreichen Sie unter alyazaji@infoautor.de

Weitere Artikel des syrischen Journalisten Ihab Alyazaji finden Sie in unserem Online-Spezial „Neuland“.

هل ألمانيا موطني الجديد....؟

في أول مقال لي أنشره باللغة الألمانية في صحيفة ألمانية محلية، وكلاجئ سوري قبل أن أكون صحفي، يتطلع إلى حياة جديدة في مجتمعه الجديد. لا أود الحديث عن رِحلة اللجوء وأهوالها ولا عن ويلات الحرب في وطني، فما كُتب عن الحرب في سوريا استنفذ كل الحروف والكلمات. وها أنا اليوم في عامي الرابع في ألمانيا مع زوجتي وأبنتي التي أكملت مؤخراً عامها الثاني، تحيط بنا الفرص والتحديات، ونتوه بين حنين الماضي وقلق المستقبل.

أفكر ملياً بما تخبئه لنا قرية „بوك هورن“، هذه القرية الصغيرة الهادئة الواقعة في أقصى الشمال الغربي لألمانيا والمتاخمة لبحر الشمال، سُكانها ودودون ولطفاء ولا يتوانوا في تقديم المساعدة عند الطلب، يرمون التحية لدى مصادفتهم لك في الطريق وهم لا يعرفوا حتى ما أسمك. حقيقةً تبعث السلام في نفسي هذه العادة اللطيفة وتُذكرني بأهل بلدي. وبذات الوقت أعتبرها مؤشر يدل على الترحيب بالأجنبي وتقبله بينهم في هذه المنطقة.

كصحفي مهاجر تعتريني يومياً الكثير من الهواجس والتحديات، ابتداءً من صعوبات تعلم اللغة الألمانية وإتقانها، والعثور على السكن الملائم، والبحث عن فرصة للعمل إن وجدت، إلى صندوق البريد المتخم بالرسائل من وإلى البلدية ودائرة الأجانب ومكتب العمل وشركة التأمين ومكتب الضرائب، انتهاءً بهاجس الإندماج والتباين الثقافي الذي لن يقف عائقاً في طريقي كبقية التحديات.

فا بحكم دراستي لعلم الاجتماع واهتمامي بقضايا المجتمع المعاصر، أسعى دائماً إلى فهم المجتمع الذي أعيشه فيه، والتعرف على ثقافته وعاداته، وكيف لي أن أتفاعل معه وأصبح جزءً منه دون أن أنصهر به.

ومع مغيب شمس „بوك هورن“ أفكر في كل ما حدث معي خلال اليوم، تعابير الوجه التي قابلتها، هدوء البيوت، صخب المراكز التجارية، أوراق الشجر المبعثرة على الطرقات، حقول الذرة، مزارع الأبقار، نظام السير، الكلمات والجمل الألمانية الجديدة التي لم أفهمها. أفكر في كل شيئ حولي محاولاً الإجابة على سؤالي الدائم هل ستصبح ألمانيا وطني الجديد ...؟ وأجيب نعم على أقل تقدير إلى أن تنتهي الحرب في سوريا. وبالرغم من الإختلاف الثقافي بين سوريا وألمانيا إلا أن هناك الكثير مما يجمعنا ونتشارك به في أخلاقنا وقيمنا الإنسانية. وعلينا جميعاً أن نتعلم كيف نتعايش معاً ونتقبل اختلافاتنا الثقافية فكم هو جميل أن تكون ألمانياً بقلب سوري.

ولكن كيف يمكن لهذا أن يتحقق، هل من خلال الأمور العفوية والبسيطة؟ كأن ألتزم بقواعد المرور الألمانية عند قيادة السيارة، مع استماعي دائماً إلى أغاني الطرب السورية، أم أنا الموضوع أعقد من ذلك؟ هذا ما سأحاول الإجابة عنه في مقالاتي القادمة إن وفقت...!

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