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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Mütter des Grundgesetzes“ nun im Schulmuseum

05.01.2019

Bohlenbergerfeld Am Freitagnachmittag wurde im Café des Schulmuseums in Bohlenbergerfeld die Wanderausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ eröffnet. Die Ausstellung erinnert daran, dass bei Schaffung des Grundgesetzes 61 Männer und vor allem vier Frauen des Parlamentarischen Rates aktiv dabei waren und dafür sorgten, dass es im Grundgesetz heißt: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 27. Januar, der Eintritt ist frei. Veranstalterinnen sind die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven. Anlass der Ausstellung ist der 100. Geburtstag des Frauenwahlrechts in Deutschland, der bereits im vergangenen Jahr gefeiert wurde.

In der Ausstellung werden auf 17 Tafeln die Lebensgeschichten von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel gezeigt. Diese vier Politikerinnen haben zur Verankerung der Gleichstellung von Männern und Frauen im Grundgesetz maßgeblich beigetragen. Seinerzeit war dieser Absatz als Forderung und nicht als Realitätsbeschreibung formuliert worden.

„Wir können heute kaum ermessen, wie viel Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen es gekostet hat, die Rechte der Frauen zu etablieren“, sagte Heike Ahlborn. Dass zu Beginn des 20. Jahrhundert die Skepsis groß war, Frauen das Wahlrecht zuzusprechen, zeigte sie anhand einiger Zitate von Politikern aus dem Jahr 1908. „Ich gebe einer Frau im Haushalt gerne zwei Stimmen, aber in der Politik keine einzige“, hieß es da unter anderem.

Auch nach 100 Jahren sei die Gleichstellung noch nicht abgeschlossen, so Ahlborn: „Wir müssen uns bewusst machen, dass Männer und Frauen nicht gleich sind, aber unbedingt die gleichen Rechte brauchen.“

Dem stimmte Joann Hagen, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Zetel, zu: „Trotz gleicher oder besserer Bildungsabschlüsse verdienen Frauen oft weniger als Männer.“ Zudem seien Frauen in vielen öffentlichen und politischen Ämtern unterrepräsentiert; in der Kommunalpolitik seien im Schnitt gerade einmal 30 Prozent der Amtsträger weiblich. „Es geht nicht um die Frage, was Frauen tun müssen, um gleiche Chancen in der Politik zu bekommen, sondern darum, was man tun muss, damit Frauen mitmachen.“ Es müssten Strukturen geschaffen werden, in denen Frauen aktiv werden können.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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