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NWZonline.de Region Friesland Politik

Lärm, Müll, Verkehr: Kommt die Party-Obergrenze für Dangast?

31.05.2018

Dangast Watt-en-Schlick-Fest, Holi-Beach-Festival, Dorffest und Hafenfest: Im Sommer zieht es tausende Besucher nach Dangast, um vor der atemberaubenden Kulisse des Weltnaturerbes Wattenmeer zu feiern. Nun liegt der Stadt ein weiterer Antrag vor. Doch wie viel Party kann das Nordseebad, in dem viele Besucher ihre Erholung suchen, überhaupt noch vertragen?

An dieser Frage entbrannte am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz eine Diskussion. Anlass war die Bitte eines Veranstalters an die Stadtverwaltung, am 20. Juli eine so genannte „Silent-Moonlight-Party“ auf dem städtischen Strand in Dangast organisieren zu dürfen. Dabei tragen die Besucher Kopfhörer, über die die Musik eingespielt wird.

So läuft die Planung der Kurverwaltung

Für Organisatoren von Veranstaltungen in Dangast gelten strenge Regeln. „Sie müssen sich an ganz genaue Absprachen halten“, sagte Kurdirektor Johann Taddigs am Mittwoch auf Anfrage der NWZ. Das seien: die Sicherung des Veranstaltungsgeländes, die Beschaffung und Bereitstellung von Parkplätzen, die Einrichtung von Rettungswegen und eines Rettungsdienstes.

Für die Müllentsorgung sind die Veranstalter zuständig, betonte Johann Taddigs. Alles, was außerhalb des Veranstaltungsgeländes in die öffentlichen Müllbehälter geworfen wird, muss von der Stadt entsorgt werden: „Wir sind ja froh, wenn es nicht in der Natur landet.“

Die Planung der Veranstaltungen über das Jahr gesehen laufe bei der Kurverwaltung zusammen. „Sie werden mit allen Akteuren aufeinander abgestimmt – schon um Doubletten zu vermeiden“, so Taddigs.

Eine weitere Party in Dangast – diese Tatsache sorgte bei den Politikern für einigen Verdruss. Sie wiesen darauf hin, dass es in dem Nordseebad schon genug davon gebe. Leo Klubescheidt von der Fraktion Zukunft Varel forderte, die Veranstaltung zu verbieten. Das ist nach Angaben von Jörg Kreikenbohm von der Stadtverwaltung gar nicht so einfach. Denn baurechtlich müsse die – wörtlich übersetzt – „stille Party im Mondlicht“ sogar genehmigt werden.

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Das Schlupfloch: Der Strand gehört der Stadt. Und diese könnte als Eigentümerin dem Veranstalter eine Absage erteilen. Ob es dazu tatsächlich kommt, soll in der nächsten öffentlichen Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb Kurverwaltung Nordseebad Dangast am Donnerstag, 14. Juni, entschieden werden.

Vor allem die Belastung der Anwohner durch Lärm und Verkehr steige mit immer mehr Veranstaltungen im Sommer weiter an, kritisierten die Ausschussmitglieder. „Die Grenze ist erreicht“, betonte unter anderem Cordula Breitenfeldt (parteilos). Sie wies darauf hin, dass mit den großen Veranstaltungen auch der Müll ein zunehmendes Problem werde. „Er wird in der Natur entsorgt“, sagte sie: „Und manche verrichten dort sogar ihre Notdurft“, habe Cordula Breitenfeldt festgestellt. Sie fragte mit dem Verweis auf den aktuellen Bau des neuen Seekurparks: „Was wollen wir eigentlich? Einen Gesundheits- oder Partytourismus?“

Georg Ralle (SPD) forderte Kurdirektor Johann Taddigs auf, dem Stadtrat am Jahresanfang eine Auflistung der Veranstaltungen in Dangast vorzulegen. „Dann können wir im Betriebsausschuss klären: Wo ist die Höchstgrenze? Wie weit kann man gehen? Ist es noch zum Nutzen der Kurgäste? Und: Verdienen wir damit etwas?“

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Grenze der Belastung

Johann Taddigs hat Verständnis für die Bedenken der Politiker und Bürger. „Wir müssen einige Veranstaltungen auf den Prüfstand stellen“, sagte er am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ. Denn es kommen immer wieder neue dazu. „Ich bin stets dankbar für neue Idee, denn davon lebt der Ort ja“, betonte Johann Taddigs. Man müsse sich aber beispielsweise mit Blick auf das Dorf- und Hafenfest hinterfragen: „Sind noch alle zeitgemäß?“

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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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