• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Hier wird Campen schöner – und teurer

08.09.2018

Dangast Der Zustand der Wege auf dem städtischen Campingplatz treibt einigen Gästen die Zornesröte ins Gesicht. „Wenn es länger regnet, stehen die Wege unter Wasser“, sagt Karl Stagelow. Er kommt schon seit Jahrzehnten nach Dangast an den Jadebusen. „Lange wurde da nichts dran gemacht, obwohl wir immer wieder darauf hingewiesen haben.“ „Und die Beleuchtung fehlt“, ergänzt Jürgen Hase. Beim Toilettengang im Dunkeln sei es sogar schon zu Stürzen gekommen. „Das geht doch nicht“, sagt er und forderte zumindest eine provisorische Beleuchtung. „Zum Beispiel mit Solarlampen“, sagt Hase.

„Es besteht erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsstau“, ist sich Kurdirektor Johann Taddigs bewusst. Er gibt zu: „Wir sind mit drei Sternen zertifiziert, bieten aber eigentlich nur Zwei-Sterne-Niveau.“ Das gelte vor allem für die Sanitärbereiche, die Wege und die Campinganmeldung.

Preisgekrönte Multimediareportage: Dangast – Das gespaltene Dorf

Doch damit soll bald Schluss sein. Der städtische Campingplatz soll bis 2022 zu einem Vier-Sterne-Areal umgebaut werden. Die Kosten: knapp vier Millionen Euro. So soll er für Dauergäste sowie vor allem für Kurzurlauber attraktiver werden – und natürlich höhere Erlöse erzielen.

Kommentar von Olaf Ulbrich: Nicht nur auf Luxus achten

Denn: Besonders in der ersten Reihe direkt im Wasser werden die Preise sehr deutlich höher sein als jetzt“, kündigte Taddigs am Donnerstagabend während der Sitzung des Betriebsausschusses Kurverwaltung des Nordseebads Dangast an. Gleichwohl sieht die Kalkulation vor, „dass wir für jedes Camper-Portemonnaie ein Angebot haben werden“, so der Kurdirektor.

Die Umbaupläne

Das sind die Mängel: Die Stellplätze in der ersten Reihe sind für Wohnmobile zu klein. „Wenn die zweite Reihe einzieht, ist kein Durchgang mehr frei“, sagt Kurdirektor Johann Taddigs: „Deshalb können wir dort nur an Dauercamper vermieten.“ Das soll saniert werden: Die Stellplätze in der ersten Reihe sollen von 75 auf bis zu 120 Quadratmeter vergrößert werden. Zudem werden sie mit Strom- und Wasseranschlüssen sowie Kanalabflüssen ausgestattet. Zufahrtswege sollen eingerichtet werden. Es soll eine Rezeption mit WC und Gastronomie gebaut werden sowie moderne Sanitäranlagen entstehen. Geplant sind fünf Bauabschnitte. Das Ziel: Verringerung der Dauercamper-Zahl von 275 (im Jahr 2017) auf 200 (2022); Erhöhung der Übernachtungen von Kurzurlaubern von 34 318 auf 45 000.

Den Politikern möchte Taddigs die Kalkulation – diese sieht auf den Premium-Plätzen in erster Reihe eine Preissteigerung für Dauercamper von bis 60 Prozent vor – in den kommenden Wochen in den Ratsfraktionen vorstellen und diskutieren, um damit den Entscheidungsprozess anzustoßen. Ziel sei es, bis zur nächsten öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses am 29. November eine Beschlussvorlage zu erarbeiten. „Wenn alles optimal läuft, kann im Herbst 2019 mit dem Umbau begonnen werden“, sagte Taddigs über den Zeitplan.

Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

Weitere Nachrichten:

Kurverwaltung

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.