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NWZonline.de Region Friesland Politik

Zoff um Campingplatz-Umbau

24.05.2019

Dangast Der Umbau und die Sanierung des städtischen Campingplatzes in Dangast kann beginnen: In einer außerplanmäßigen Sitzung votierten die Mitglieder des Ausschusses für den Eigenbetrieb Kurverwaltung Nordseebad Dangast am späten Donnerstagnachmittag mit einer Gegenstimme von Leo Klube­scheidt (Zukunft Varel) mehrheitlich für die Auftragsvergabe für die Tiefbauplanungen zur Modernisierung des Campingplatzes. Das Auftragsvolumen: rund 200 000 Euro.

Der Grundsatzbeschluss dazu war Ende November 2018 einstimmig gefasst worden. In der Sitzung des Betriebsausschusses am 16. Mai ging es Zukunft Varel dann beim Startschuss für das Vier-Millionen-Projekt aber doch zu schnell. Das Thema wurde zurück zur Beratung in die Fraktionen gegeben.

Am Donnerstag monierte Klubescheidt in einer hitzigen Diskussion, in der am Schluss die Ausschussvorsitzende Cordula Breitenfeld (parteilos) sogar zur Ruhe mahnen musste, fehlende Informationen seitens der Stadtverwaltung in den Punkten Kreditaufnahme, Verkehrskonzept, Markt- und Bedarfsanalyse sowie der Suche nach kostengünstigeren Alternativen.

Zudem bemängelte Klube­scheidt eine „soziale Schieflage“ bei der Finanzierung angesichts des Investitionsbedarfs, unter anderem beim Bau von Kindergärten. Dafür erhielt er viel Widerspruch. „Es wird kein Kindergarten leiden, wenn wir den Campingplatz in Dangast qualifizieren“, sagte Georg Ralle (SPD) und betonte mit Sicht auf den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs: „Es geht um zwei Haushalte.“ Bernd Redeker (CDU) ließ Klube­scheidts Argumente ebenfalls nicht gelten: „Wir haben schon viele Millionen in die Kindergärten und deren Neubau gesteckt.“

Auch in der eigenen Fraktion erhielt Klubescheidt nicht nur Rückendeckung. „Wir haben die Entscheidung freigegeben und ich stimme dafür, den Grundsatzbeschluss umzusetzen“, sagte Axel Neugebauer von Zukunft Varel. Dennoch forderte auch er: „Der Ausschuss sollte regelmäßiger informiert werden. Detailfragen wurden nicht ausreichen diskutiert.“

Von der neu aufgeflammten Diskussion zeigten sich Kurdirektor Johann Taddigs und Bürgermeister Gerd-Christian Wagner mit Verweis auf den einjährigen Entscheidungsprozess bis zum Grundsatzbeschluss (der im August 2018 noch einmal bis November zur Beratung in die Fraktionen vertagt worden war) irritiert. „Es wurde doch schon alles diskutiert“, so Wagner.

Ein Plädoyer für die Sanierung hielt Cornelia Papen (Klare Kante): „Der Campingplatz versprüht den Charme der 60er Jahre.“ Sie habe sich andere Anlagen angeschaut und sei zu dem Ergebnis gekommen: „Wir stehen mit unserem wirklich hinten an.“

Die Bürgerinitiative (BI) Dangast sprach sich in einer Stellungnahme unterdessen gegen die Schaffung eines Vier-Sterne-Campingplatzes aus. „Angesichts dringender aufgelaufener sozialer und infrastruktureller Probleme wie bezahlbarer Wohnraum, Kindergärten, Schulen, Sport und Kultur sowie Verkehr in Varel, Dangast, Dangastermoor und Langendamm halten wir es nicht für vertretbar, vier bis fünf Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln für eine Höherstufung eines Campingplatzes in den Premiumbereich auszugeben. Die Finanzierung über Darlehen ist unserer Ansicht nach in keiner Weise gesichert.“

In dem Schreiben plädierte die BI „für eine schrittweise und maßvolle Sanierung der vorhandenen Sanitärbereiche und für Verbesserungsmaßnahmen, deren Finanzierung durch die Einnahmen des Campingplatzes gedeckt ist.“

Chancen für eine erfolgreiche Refinanzierung sieht Hergen Eilers (CDU). „Der qualifizierte Campingplatz kann finanzielle Überschüsse generieren. Deshalb machen wir das“, sagte er.

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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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