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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Deutschland das Mallorca der Islamisten“

28.04.2016

Jever Extremistischer Salafismus ist demokratiefeindlich, wächst derzeit sehr schnell und stellt die deutsche Gesellschaft und die Sicherheitsbehörden vor große Probleme. Einer, der sich mit dem Thema auskennt, ist Percy Richter, Polizeioberkommissar beim Staatsschutz in der Polizeiinspektion Wilhelmshaven. Er hat auf Einladung der Frauen-Union Friesland bei einem Vortrag im Schützenhof Jever über Islam, Islamismus und Salafismus gesprochen und die „Gefährdungslage Salafismus im Kontext der Flüchtlingssituation“ dargestellt.

Es war ein abendfüllender Vortrag, der übrigens in Zusammenarbeit mit einem Islamwissenschaftler und Un­terstützung des Landeskriminalamts entstand und den der Beamte landesweit hält. In seinen Ausführungen ging es um den Islam und die unterschiedliche Auslegung der Suren des Koran, um die Entstehung der Terrormiliz IS, es ging um das klassische Strafrecht der Scharia, den Dschihad und die so genannten Gotteskrieger. Oder auch um die Rolle des Da’wa, also die Missionstätigkeit, den Antisemitismus und natürlich um die Anziehungskraft des Salafismus als eine religiös-fundamentalistische Strömung im Islam besonders auf junge Menschen und die möglichen Anzeichen von Radikalisierung.

Ein Teilaspekt in Richters Vortrag war die Situation in Wilhelmshaven und Friesland, wo es insgesamt drei Moscheen gibt. Und die Lage sei, anders als in manchen deutschen Großstädten, wo schon in Kindergärten missioniert werde, entspannt und von gegenseitigem Respekt geprägt, betonte Percy Richter.

„Die meisten Muslime haben Angst vor dem Monster IS“, sagt Percy Richter. Und er provoziert mit der Aussage „Deutschland ist das Mallorca der islamistischen Miliz“: Einreise ohne Pass, sichere medizinische Versorgung, warme Mahlzeiten und ein Platz zum Schlafen – das mache Deutschland attraktiv für Kämpfer und Terroristen, glaubt der Staatsschützer. Die Gefahr: Da werde der Pass weggeworfen, der Verwundete von seinen Glaubensbrüdern bis an die Grenze gebracht und der reise dann als Kriegsflüchtling mit unbekannter Identität ein. „Und hier wird er erst einmal wieder aufgepäppelt“, so der Polizist.

Richter machte deutlich, das angesichts der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Deutschland extremistische Salafisten versuchten, die Notsituation der ankommenden Menschen auszunutzen und sie für ihre Ziele zu vereinnahmen.

In Friesland und Wilhelmshaven habe es zudem in den vergangenen Monaten 23 Überprüfungsfälle mit dem Verdacht „IS“ gegeben. Nicht einer davon habe sich bestätigt, sagte der Ermittler beim Staatsschutz und schränkte ein: „Soweit wir das wissen.“

In den Flüchtlingsunterkünften spiele Neid um den besseren Liegeplatz oder das bessere Essen natürlich eine Rolle. Das sei allzu menschlich. Und da werde schon mal völlig grundlos von einem Bewohner der Unterkunft gegen einen anderen der Verdacht „IS“ ausgesprochen – „und schon rückt der Staatsschutz an.“

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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