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NWZonline.de Region Friesland Politik

Häfen und Handwerk stärken

11.10.2017

Dykhausen Olaf Lies ist fast ein Nachbar von Ronald Harms. Eine von Harms’ Laufenten genießt zurzeit Asyl im heimischen Zoo des Ministers, weil Harms’ Jagdhund Ella das junge Federvieh nicht in Ruhe ließ. Die Liebe zu den Tieren und zur Natur verbindet beide Sander, ansonsten trennen den smarten SPD-Minister aus Tichelboe und den resoluten Bauunternehmer aus Dykhausen Welten. Der 57-Jährige Harms kandidiert bei der Landtagswahl in Niedersachsen für die Alternative für Deutschland (AfD), Listenplatz 21. „Alles ist möglich am Sonntag. Ich bin gespannt.“

Ronald Harms war auch mal Mitglied in der SPD, doch das ist lange her. „Ich habe Helmut Schmidt bewundert.“ Doch unter Gerhard Schröder war die SPD nicht mehr Harms’ SPD, er trat aus. Im vergangenen Jahr wurde er Mitglied der AfD, weil er mit der Entwicklung im Land nicht mehr zufrieden war und für sich erkannt hat, dass sich die Politik inzwischen zu sehr von den Sorgen und Nöten der Bürger entfernt habe und den Menschen nicht zuhöre.

Der 57-jährige Ronald Harms wurde im Haus der Großeltern in Dykhausen geboren, wuchs mit sechs Geschwistern auf. Die Mutter war Arbeiterin bei den Olympia-Werken, der Vater im Bauhandwerk.

Harms lernte das Maurerhandwerk, verkaufte zwischenzeitlich Autos, Motorräder und Versicherungen und ist heute selbstständig als Maurer und Betonbauer tätig. Die Jagd und das Angeln sind seine Passionen – und das Kochen.

Der Zuzug von Migranten und Asylbewerbern nach Deutschland – „unkontrolliert“, so Harms –, verbunden mit einer Zunahme des gewaltbereiten Islamismus’ und die Ausbreitung des Salafismus’ im Land haben Harms im vergangenen Jahr dazu bewogen, der AfD beizutreten.

Der gehört er inzwischen als Kreistagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der dreiköpfigen AfD-Kreistagsfraktion Frieslands an. „Ich habe gespürt, dass sich viele Menschen nicht mehr sicher fühlen und sich das Land zu schnell zu sehr verändert.“

Auch mit der Europapolitik hadert Harms. Europa sei zu schnell und unkontrolliert gewachsen, auch dort habe es die Politik versäumt, die Menschen einzubinden und mitzunehmen. Es sei an vielen Stellen ein Europa der Bürokraten statt der Menschen.

Harms sieht sich als toleranten Menschen: „Ich respektiere alle, die zu uns kommen, die unsere Sprache lernen und sich hier einbringen, gern auch mit ihrer Kultur. Aber wer sich nicht an die Gesetze hält, muss wieder gehen.“

Diese drei Ziele möchte ich für Friesland erreichen

Der Ausbau der Infrastruktur im Nordwesten, damit Friesland und Wilhelmshaven Deutschlands Tor zur Welt werden. Dafür brauchen wir die Erweiterung des Jade-Weser-Ports, gut ausgebaute Verkehrswege und die Elektrifizierung der Bahn. Auch die kleinen Häfen in Hooksiel und Varel sind wichtig. Und auch die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet gehört dazu.

Eine Verbesserung der beruflichen Bildung, eine Attraktivierung des Handwerks und eine vernünftige Schulpolitik ohne immer neue Experimente zu Lasten der Kinder und Lehrer. Ein weitgehend bundeseinheitliches System wäre erstrebenswert.

Eine vernünftige Agrarpolitik, die die Bauern und Familienbetriebe schützt.

So werbe ich um Stimmen

Zum Beispiel über die Zeitungen und im Internet. Und natürlich an Infoständen in Fußgängerzonen und Marktplätzen, wo ich mit den Menschen ins Gespräch komme und ihnen meine Positionen und Beweggründe erläutern kann. Auch auf meinen Baustellen wird diskutiert.

Hier hat meine Partei Unrecht

Wenn herumkrakeelt oder sich im Ton vergriffen wird. Wenn Leute hetzen. Herrn Gaulands Satz am Bundestagswahlabend, man werde „Angela Merkel jagen“ fand ich unpassend. Aber auch manchen Spruch der SPD. Ich war ja auch mal SPD-Mitglied.

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben

Da fällt mir spontan nur Verwaltung und Bürokratie ein. Hingegen hätte ich viele Vorschläge, wo mehr getan werden muss: Deichbau und Küstenschutz, Schulen, mehr Lehrer und natürlich für Polizei und Sicherheit.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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