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NWZonline.de Region Friesland Politik

Einwanderung: Flüchtlingswelle eint Bockhorner Bürger

23.10.2015

Bockhorn Das Thema Flüchtlinge beschäftigte am Mittwochabend den Ordnungs-, Feuerschutz- und Sozialausschuss der Gemeinde Bockhorn. Im großen Sitzungssaal des Rathauses wurde über die aktuellen Zahlen der Asylbewerber in der Gemeinde, die Unterbringung und die Gesamtsituation der Flüchtlinge berichtet. Zudem stellte die Flüchtlingshilfe ihre Arbeit vor.

Derzeit befinden sich 117 Flüchtlinge in der Gemeinde, wie Anke Emken, Leiterin der Abteilung für Ordnung und Soziales und zuständig für Asylbewerber, mitteilte. 33 davon seien Kinder und Jugendliche. Die 117 ist jedoch keine starre Zahl, da immer wieder Personen abwandern oder dazukommen, so Emken. Die Zahl der Abwanderungen sei allerdings derzeit sehr gering.

In der kommenden Woche würden zwölf weitere Asylbewerber erwartet, in der Woche drauf acht. In den Monaten November und Dezember kämen nach aktuellem Stand noch einmal bis zu 20 Flüchtlinge hinzu, so dass man am Ende des Jahres auf bis zu 157 Flüchtlinge in der Gemeinde käme, davon 96 Neuaufnahen. Die vorgegebene Zuweisungsquote von Asylbewerbern für die Gemeinde in diesem Jahr liegt bei 92.

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Dezentrale Unterbringung

„Es ist eine Herkulesaufgabe, der wir uns aber stellen wollen“, sagte Bürgermeister Andreas Meinen, gerade auch im Hinblick auf eine Verdopplung der Zuweisungsquote im kommenden Jahr – von rund 200 Flüchtlingen ist die Rede.

„Bisher hat sich unser Verfahren bewährt, die Flüchtlinge dezentral unterzubringen. Wir konnten sie bis jetzt vernünftig integrieren“, sagte der Bürgermeister: „In den nächsten drei bis vier Monaten können wir eine dezentrale Unterbringung noch hinbekommen.“ Darüber hinaus seien Prognosen schwierig, da sich die Zahlen derzeit jeden Tag ändern können, führten Meinen und Emken aus.

Die meisten Flüchtlinge, die in der Gemeinde aufgenommen wurden, kommen aus Syrien – 33 an der Zahl. Jeweils 15 stammen aus dem Kosovo und Bosnien, 12 aus Eritrea und Albanien, zehn aus Afghanistan. Die weiteren Nationalitäten teilen sich wie folgt auf: Serbien (5), Sudan (4), Libanon (4), Montenegro (3) und jeweils einer aus der Ukraine, der Türkei, dem Irak und Haiti. „Ein Teil dieser Menschen hat das Asylverfahren bereits durchlaufen“, sagte Emken. Zwölf Flüchtlinge hätten bereits gemeinnützige Tätigkeiten ausgeübt. „Zurzeit beantragen wir neue gemeinnützige Tätigkeiten beim Landkreis“, so Emken.

Von der Flüchtlingshilfe der Gemeinde waren Paul Weber und Joachim Burmeister anwesend und stellten ihre Arbeit vor. Derzeit engagieren sich 30 Menschen ehrenamtlich für die Asylbewerber, begleiten sie vor allem in den ersten Tagen bei Amtsgängen, zur Bank, um ein Konto zu eröffnen, helfen bei Unterbringungsfragen oder auch bei ganz normalen Alltagsproblemen. „Wir schauen bei der Ankunft der Flüchtlinge häufig in traurige, traumatisierte Gesichter. Nach zwei bis drei Wochen sieht das ganz anders aus“, berichtete Weber.

Das größte Problem sei anfangs häufig die Sprachbarriere, denn nicht alle sprechen Englisch, so Weber. Jeweils am Dienstag und Freitag wird daher in verschiedenen Kategorien Deutsch-Unterricht im Bürger-Huus angeboten. „Der Wille, sich zu integrieren, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen und in eine Tätigkeit hineinzukommen, ist bei den Flüchtlingen bis auf ganz wenige Ausnahmen vorhanden“, berichtete Weber. Parallel zum Sprachunterricht werden im Bürger-Huus die Flüchtlingskinder in einem Kindergarten betreut.

Basare für Flüchtlinge

„Die Verwaltung und auch die Bevölkerung unterstützen uns ungemein“, betonte Weber. Zwei Basare seien bereits organisiert worden, wodurch die Flüchtlinge mit Bekleidung, Fahrrädern oder auch Fernsehern versorgt wurden. Bei Möbeln gebe es jedoch noch Bedarf, so Weber. Bürgermeister Meinen bedankte sich abschließend nochmals ausdrücklich bei der Flüchtlingshilfe für ihre Arbeit.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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