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NWZonline.de Region Friesland Politik

Dangast: Freien Eintritt zum Strand abgelehnt

28.04.2010

VAREL Die Kurverwaltung Dangast muss, sofern der Stadtrat zustimmt, im Geschäftsjahr 2010 mit einer Haushaltssperre leben. Dafür hat sich der Betriebsausschuss für den städtischen Eigenbetrieb am Montagabend mehrheitlich ausgesprochen. Die Kommunalpolitker wollen nicht tolerieren, dass die Kurverwaltung das vom Stadtrat für dieses Jahr gedeckelte Defizit von 1,2 Millionen Euro überschreitet. Der im Ausschuss vorgelegte Wirtschaftsplan sieht ein Minus von 1,325 Millionen Euro vor.

Eintritt 15 Prozent höher

Das Defizit um 40 000 Euro zu reduzieren erhofft sich die Stadtverwaltung dadurch, in dem sie die Eintrittspreise für das Dangast-Quellbad um durchschnittlich 15 Prozent anhebt. Dafür gab es trotz heftiger Diskussion über familienfreundliche Preise ebenso eine Mehrheit wie für den weiteren Eintritt zum städtischen Campingplatz. Abgestimmt wurde über diesen Punkt aber nicht, weil Helmut Sauer, Vorsitzender des Kurvereins, seinen Antrag auf freien Strandeintritt auf Empfehlung eines SPD-Ratsmitglieds zurückzog.

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60 000 MInus am Strand

Das Defizit des städtischen Strandes beträgt 60 000 Euro in diesem Jahr. „Wenn wir keinen Eintritt nehmen, müssen wir Mitarbeiter entlassen“, sagte Erster Stadtrat Dirk Heise. Außerdem verdreckt der Strand, meinte Hannelore Schneider (SPD).

Die Verbesserung der Einnahmen durch höhere Eintrittspreise im Quellbad begründete der Bürgermeister damit, dass die Preise im Vergleich zu anderen Bädern in der Region moderat seien – trotz der geplanten 15-prozentigen Erhöhung. Die Diskussion drehte sich vor allem darum, ob die Familientageskarte in Dangast von 28 auf 32,20 oder nur auf 30 Euro (es wurden 30 Euro) erhöht wird und ob die erhöhten Eintrittspreise familienfreundlich sind oder nicht. Die SPD hält sie nicht für familienfreundlich. Alfred Müller (SPD) meinte, 20 Euro für eine Familientageskarte seien ausreichend. 32,20 Euro würde keine Familie zahlen. Walter Langer (Grüne) wollte die Eintrittspreise über einen anderen Zeittakt regeln.

Nach Ansicht von Peter Tischer (CDU) gibt es in Dangast keinen Spielraum, auf Einnahmen zu verzichten. Das sah auch Bernd Köhler (SDV) so. „Außerdem“, kritisierte Tischer die Stadtverwaltung, „habe ich Bauchschmerzen, wenn unsere Vorgaben bei den Kosten nicht ernst genommen werden.“ Erich Hillebrand (SPD) sprach davon, dass in der Kurverwaltung derzeit nur in den Zahlen herumgestochert werde. „Wir brauchen ein tragbares Zukunftskonzept.“ Wie berichtet, ist eine Privatisierung des Dangast-Quellbades und der Kurverwaltung gescheitert. Und davor haben nach Darstellung von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner auch alle anderen Konzepte, dass Defizit zu reduzieren, nicht gefruchtet.

„Drehen uns im Kreis“

Der endlos scheinenden Diskussion über den Eigenbetrieb Kurverwaltung, dessen Defizit Jahr für Jahr bei rund 1,3 Millionen Euro liegt, machte Heise ein Ende, als er sagte. „Wir drehen uns im Kreis. Die Kosten in Dangast stehen auf einer wackeligen Grundlage. Wir können sie nicht wesentlich reduzieren. Es stellt sich nur die Frage, wo sie bleiben. Hätte ich diese Zahlen vor vier Monaten gekannt, als ich bei der Stadt Varel anfing, hätte ich schon beim Haushalt interveniert. Die Kurverwaltung wird bereits auf Schmalspur gefahren.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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