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NWZonline.de Region Friesland Politik

„FRI heißt für viele Friesoythe“

27.11.2012

Jever Soll das alte JEV-Kennzeichen parallel zum allgemeinen FRI-Kennzeichen wieder eingeführt werden – die Initiative, die der Jeveraner Peter Lamprecht gestartet hat, stößt auf viel Zustimmung.

Wie berichtet, hat die Bundesregierung die Rückkehr alter Auto-Kennzeichen ermöglicht, die bei Gebietsreformen in den 1970er Jahren verschwunden waren. Deutschlandweit wurden bereits fast 100 alte Kennzeichen wieder gültig, in Niedersachsen haben bereits zehn Städte und Gemeinden alte Nummernschilder wieder eingeführt.

Der Landkreis Friesland hatte sich Anfang des Jahres gegen die Wiedereinführung von JEV entschieden. Das gemeinsame FRI-Kennzeichen bilde eine Klammer um Nord- und Südkreis und sei ein Tourismus-Faktor, begründete Landrat Sven Ambrosy (SPD) die Entscheidung. Auch der Stadtrat Jever hatte eine Wiederbelebung von JEV abgelehnt.

Wie sich bei der NWZ -Umfrage zeigte, würden viele Bürger des Nordkreises eine Wiedereinführung des JEV-Nummernschilds begrüßen. „Warum können nicht das FRI- und das JEV-Kennzeichen im Landkreis nebeneinander bestehen, zumal das Jever-Kennzeichen sowieso noch vorhanden ist“, meint etwa Klaus Kunze aus Jever.

Das Argument, FRI sei touristisch werbewirksam, weist Ludger Schweer (Schortens) zurück: „FRI wird im allgemeinen mit Friesoythe verwechselt“, hat er festgestellt.

Andererseits gibt es auch ablehnende Stimmen: „Als Friesländer meine ich, ist das FRI-Kennzeichen für die ganze Region aussagekräftiger und werbewirksamer“, sagt Wolfgang Kutschker (Zetel).

Peter Lamprecht hat auf der Bürgerbeteiligungsplattform „Liquid Friesland“ im Internet eine Initiative für die Wiedereinführung des JEV-Kennzeichens gestartet. Finden sich genug Unterstützer, wird die Initiative als Antrag an die Gremien des Kreistags gehen.

Ihre Frage nach Einführung des JEV-Kennzeichens beantworten wir mit einem klaren JA. Wir hoffen sehr, dass Ihre Umfrage zu einer Mehrheit für die Einführung des JEV-Kennzeichens führt und Sie nicht locker lassen, der Stadtverwaltung aufzuzeigen, dass sie nicht berechtigt ist, gegen den Bürgerwillen zu entscheiden.

Zu dem Kommentar von Melanie Hanz fügen wir an: es war nicht die Stadt Jever (das sind wir alle), sondern es war die Stadtverwaltung, die, wie so häufig, den Bürgerwillen missachtet und die Einführung des JEV-Kennzeichen ablehnt.

Gisela und Hellmut Schmidt
Jever

Nach der Argumentation von Herrn Lamprecht sollen die Jeverländer über das Autokennzeichen selbst entscheiden und der Rest von Friesland muss sich halt mit FRI begnügen. Die damalige Weitsicht unserer Kreisvertreter zur Einführung des FRI-Kennzeichen sollte eigentlich diese Diskussion (...) ein für alle mal beenden.

Der Vergleich mit den Kennzeichen von unseren Nachbarn in Aurich und Norden funktioniert nicht. (...) Zur Verdeutlichung: Dort wurden zwei Verwaltungsgebiete zusammengelegt, bei uns in Friesland nicht. Die Bewohner von Rest-Friesland werden sich diesen Kampf in Ruhe anschauen und aus dem Ergebnis ihre Schlüsse ziehen.

Ein VAR- oder ZET-Kennzeichen wäre auch nicht schlecht, und warum hat eigentlich Varel als größte Kommune in Friesland nur Außenstellen der Kreisverwaltung? Die Kapazität für eine komplette Verwaltung wäre in unserer leerstehenden Kaserne vorhanden. Wobei dieser Ort mit dem Wort „Kampf“ besser zu verbinden wäre.

Jürgen Kerl
Varel

Hallo Herr Lamprecht, ich finde ihre Initiative hervorragend. Der Landrat, der ja auch im Tourismusverband tätig ist, glaubt, dass das derzeitige FRI-Kennzeichen eine höhere Werbewirksamkeit hat. FRI wird im allgemeinen mit Frisoythe verwechselt.

Allein wegen der Ansässigkeit des Jeverschen Brauhauses ist man doch in der Pflicht, diesen Bekanntheitsgrad zu nutzen und darüber Werbung für die Küste zu machen. So wie es Jever Pils auch schon in seiner Werbung macht.

Wer diese Zusammenhänge nicht kennt oder verleugnet, sollte an einer solchen Entscheidung nicht verantwortlich mitreden. Hauptgrund für die Ablehnung wird die Mehrarbeit in der Kreisverwaltung sein. Dies steht über den Interessen der Bürger.

Ludger Schweer
Schortens

Der Landkreis sollte seine Weigerungshaltung aufgeben und den Druck der JEV-Kennzeichen freigeben. Laut Landrat will der Kreis ja auch mit seinem Pilotprojekt-Online-Abstimmung basisdemokratisch sein. Hier hatte sich schon eine Mehrheit der Befragten für die Wiedereinführung ausgesprochen und der LK weigert sich.

Also definitiv ein Ja zur Wiedereinführung des „JEV“ER-Kennzeichens.

Claudia Rieken
Jever

Es wäre auch aus meiner Sicht sehr zu begrüßen, wenn das JEV-Kennzeichen parallel zum FRI-Kennzeichen wieder eingeführt wird. Es kann und darf nicht sein, das ein Landrat und dessen Abgeordnete so über Bürger entscheiden, dieses JEV-Kennzeichen nicht wieder einzuführen.

Horst Visser
Neuenburg

Ich habe kein Interesse an der Wiedereinführung des JEV-Kennzeichens. Es ist zu verstehen, dass ein großer Teil der Jeveraner dieses begrüßt. Als Friesländer meine ich, ist das FRI-Kennzeichen für die ganze Region aussagekräftiger und werbewirksamer.

Wolfgang Kutschker
Zetel

Wenn es das JEV-Kennzeichen gäbe, würde ich es mir auch gerne ans Auto schrauben. Da müsste aber erstmal geklärt werden, ob ich das als Vareler überhaupt dürfte.

Trotzdem stimme ich gegen die Einführung des zweiten Kennzeichens. Landrat Sven Ambrosy hat schon recht mit der Einschätzung, FRI sei ein verbindendes Merkmal. Es trägt dazu bei, die Spaltung in Nord und Süd zu überwinden.

Die Lage im Kreis Friesland unterscheidet sich auch deutlich vom LK Aurich, wo der Bürger aus Norden (NOR) sich ja bislang das Kürzel einer anderen Stadt (AUR) ans Auto hängen musste.

FRI ist für alle Friesländer richtig, AUR ist für die Nordener nicht zweifelsfrei zutreffend. Ebenso in der Wesermarsch: Wer in Nordenham wohnt, hat mit BRA natürlich eher Probleme als derjenige, der tatsächlich in Brake wohnt. Deshalb sollte das Kürzel für die Wesermarsch vielleicht lieber WSM heißen als BRA.

Doch bevor wir den Nachbarkreisen gute Ratschläge geben, sollten wir uns lieber selbst daran freuen, dass unser Kürzel FRI verbindend und einheitlich ist.

Dirk von Polenz
Varel

Auch ich bin für die Wiedereinführung des JEV-Kennzeichens. Das Argument der hohen Kosten und des Verwaltungsaufwandes kann ja wohl nicht der Grund für die Ablehnung des Landkreises Friesland sein. Der „Tourismusfaktor“ allein zieht auch nicht.

Wie oft werde ich im Rest der Republik gefragt, was bedeutet denn FRI?

Ich sehe die Beibehaltung des FRI-Kennzeichens eher als einen Kniefall des Landrats S. Ambrosy (SPD)an den Südkreis.

Und das Nein der Stadt Jever kann ich schon gar nicht verstehen! Die Stadtverwaltung und der Rat sollten ihre voreilige Entscheidung schnellstens überdenken.

Warum können nicht das FRI- und das JEV-Kennzeichen im Landkreis nebeneinander bestehen, zumal das Jever-Kennzeichen sowieso noch vorhanden ist.

Zur Kreisreform waren es sogar vier, oder?

Klaus Kunze
Jever

Ich bin auch dafür, das der Landkreis Friesland das JEV-Kennzeichen wieder einführt. Ich verstehe auch nicht, dass in Jever einige Sachen immer so kompliziert gemacht werden. Es sollte auch bei uns in Jever jeder Bürger über sein Kennzeichen persönlich entscheiden können. Ich bin mir sicher, dass man viele JEV-Kennzeichen sehen würde. Ich wäre dabei.

Ulrike Warmus
Jever


  www.liquid-friesland.de 
Spezial:   www.nwzonline.de/jev-kennzeichen 
Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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