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NWZonline.de Region Friesland Politik

Für kostenlose Schülerfahrkarten auch nach Klasse 10

28.04.2017

Friesland Die CDU-Fraktion im Kreistag Friesland hat sehr konkrete Vorstellungen, wie der Öffentliche Personennahverkehr ab 1. Januar 2018 im Landkreis verbessert werden kann. Im Oktober war vom Landtag ein neues Nahverkehrsgesetz beschlossen worden – damit haben die Kommunen haben künftig die Aufgaben- und die Ausgabenverantwortung. In Friesland kann der Landkreis dadurch den Busverkehr neu organisieren.

Die CDU-Kreistagsfraktion sieht darin insbesondere eine Möglichkeit, die Taktung der Buslinien zu verbessern und insbesondere auch für kleine Dörfer passende Busverbindungen zu schaffen – einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion gestellt.

Dringenden Verbesserungsbedarf sieht die CDU beim Schulbusverkehr: Laut Fraktions-Chef Jens Damm sowie Claus Eilers und Axel Homfeldt als Mitglieder des Mobilitäts-Ausschusses sind vor allem die Rückfahrten von den Schulen im Kreis „nicht halbwegs geregelt“: Notwendig sei, dass mindestens alle zwei Stunden Busse fahren, um Kinder und Jugendliche nach Hause zu bringen.

Eine weitere Forderung: Die Schülerfahrkarten für alle Jugendlichen, die nach Klasse 10 eine weiterführende Schule besuchen, aber auch für Auszubildende sollen kostenfrei sein. Bisher gibt es nur für Schüler bis Klasse 10 Kostenfreiheit für den Schulweg, wer danach die Oberstufe oder die Berufsschule besucht, muss seine Fahrkarte selbst bezahlen. Und das sind keine unerheblichen Kosten: „Die Monatskarte von Neugarmssiel nach Jever kostet 65 Euro“, weiß Damm. Habe eine Familie zwei Kinder auf weiterführenden Schulen, sei das schon happig.

Vorbild Wittmund

In diesem Zusammenhang beantragt die CDU, dem Vorbild des Landkreises Wittmund zu folgen: Dort dürfen Jugendliche, die den Führerschein mit 17 Jahren haben, den Schulweg allein im Auto ohne Begleitung zurücklegen. „Viele 17-Jährige fahren von Wittmund durchs Jeverland nach Wilhelmshaven zur Schule – die Unfallzahlen sind dadurch nicht gestiegen“, sagt Damm: Auch für Frieslands Jugendliche wäre das eine erhebliche Erleichterung, betont die CDU.

Aber auch für Erwachsene – insbesondere die älteren und weniger mobilen – soll der Nahverkehr besser werden: „Es kann nicht sein, dass Ältere aus den Dörfern nur per Taxi zum Einkaufen und wieder nach Hause gelangen können“, betont Axel Homfeldt. Die CDU-Fraktion schlägt deshalb vor, bei der Planung des Öffentlichen Nahverkehrs-Angebots die acht Städte und Gemeinden einzubeziehen: „Die wissen nämlich, wo welcher Bedarf besteht“, so Homfeldt.

In Vorleistung treten

Bei der Planung des Buslinien-Angebots müsse der Kreistag sich grundsätzlich überlegen, welche Bedeutung er dem Öffentlichen Personennahverkehr beimisst. „Wir können im ländlichen Raum den Nahverkehr nicht rein betriebswirtschaftlich betrachten“, betont Homfeldt: Wenn das Angebot so dünn bleibt wie bisher, werde es auch in Zukunft nicht genutzt. „Wir müssen ein gutes Angebot schaffen – das kostet natürlich erst einmal Geld und der Landkreis muss in Vorleistung treten. Aber wenn das Angebot gut ist, steigt auch die Nachfrage“, meint Homfeldt.

Die Mehrheitsgruppe im Kreistag aus SPD/Grünen/FDP hatte bereits angekündigt, dass noch in diesem Jahr ein Nahverkehrsplan geschrieben werden soll, der Rahmenbedingungen und Ziele für den künftigen Öffentlichen Personennahverkehr festlegt. Für die Mehrheitsgruppe gehören dazu ein bei den Bussen besseres Angebot mit Tarifreform, eine bessere Linienbündelung, Fahrgastinformationen in Echtzeit, Mobilitätszentralen und Barrierefreiheit.

Dass die bisherigen Buslinien kleinere Ortschaften in Friesland viel zu selten bedienen, betrifft übrigens nicht nur die älteren Friesländer: So hat das Zeteler Jugendparlaments die Mobilität im Landkreis schon länger als Schwerpunkt gesetzt: Gerade für Jugendliche sei es schwierig, in Friesland vom einen Ort in den anderen zu kommen. Aus Sicht der Jugendlichen bedient der Öffentliche Nahverkehr nicht genug Strecken, beziehungsweise fährt diese zu selten an. Zudem koste er zu viel.

Und der kostenlose Schülertransport auch für Oberstufen-Schüler und Auszubildende ist Thema des Jugendforums Jever: Die Jugendlichen haben bereits Unterschriften dafür gesammelt und an den Kreistag übergeben.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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