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NWZonline.de Region Friesland Politik

Ganz langsam kehrt das Lächeln zurück

28.05.2015

Wenn sie erzählt, steht Anneli-Sophia Räcker noch unter den Eindrücken des Grauens in der Erdbebenregion in Nepal. Die Vorsitzende des Vareler Hilfe-Vereins Ketaaketi kehrte jetzt von Ihrer Reise in die Hauptstadt Katmandu zurück.

Vor Ort kontrollierte und koordinierte sie, was mit den Spendengeldern, die ihre Hilfsorganisation gesammelt hatte, passiert. Ende April hatte ein sehr starkes Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala das asiatische Land im Himalaya-Gebirge erschüttert. Nun hat der Wiederaufbau begonnen. „Auch wenn es alle zwei bis drei Stunden ein Nachbeben gibt“, sagt Anneli-Sophia Räcker, die fast selbst von einem Telegrafenmasten erschlagen worden wäre, als die Erde wieder wackelte.

Trotz der ständigen Gefahr reiste die Frau in entlegene Bergdörfer. Dort sei die Not am größten. „Unsere einheimischen Helfer beraten mit den Dorfältesten, was am dringendsten gebraucht wird“, erläutert Anneli-Sophia Räcker. Derzeit seien es Zeltplanen und Blechdächer. „Die Regenzeit naht, und mit dem Monsun drohen neue Erdrutsche“, berichtet sie. Deshalb müssen schnell sichere Unterkünfte her.

Das Geld ist da, doch die Beschaffung der Materialien, sowie Nahrung und Medikamente vor Ort sei schwierig. „Für vieles werden Wucherpreise verlangt“, berichtet Annelie-Sophia Räcker. Doch diese bezahlt sie nicht. „Durch unser Netzwerk vor Ort kennen wir viele Leute, die uns helfen.“

Seit neun Jahren setzt sich Ketaaketi für die Ärmsten aus den Elendsvierteln ein. 20 Projekte, mit denen Kindern der Zugang zu Bildung sowie der Bau und die Unterhaltung von Schulen in Nepal ermöglicht wird, wurden bereits realisiert. „Fünf Schulen wurden bei den Beben zerstört“, sagt Anneli-Sophia Räcker. Dabei kamen über 50 Ketaaketi-Kinder um.

Nur vier Wochen nach der Katastrophe läuft der Schulbetrieb wieder. Viele der Kinder sind allerdings verschwunden. „Es sind Erdbebenwaisen, die Ihre Eltern aber immer noch suchen“, sagt die Helferin aus Varel: „Wenn die Schule geöffnet ist, haben sie indes wieder eine Anlaufstelle. Es ist für sie so etwas wie ein Zuhause, und deshalb kommen sie auch.“

Für die Waisen hat Ketaaketi ein besonderes Projekt im Aufbau. „Anstatt sie in Waisenhäusern unterzubringen, suchen wir Familien, die sie aufnehmen. Sie erhalten dafür von uns eine Mikrofinanzierung.“, sagt Anneli-Sophia Räcker. Mit den 100 Euro kann die Familie wirtschaften.

In den Kataaketi-Schulen helfen viele beim Wiederaufbau. „Viele Steine aus den eingestürzten Mauern werden vor der Neuverarbeitung bunt angemalt“, sagt Anneli-Sophia Räcker: „Die Farbe, mit der die Nepalesen ihre Freude ausdrücken, kehrt zurück.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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