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NWZonline.de Region Friesland Politik

Gemeinsam stark für Flüchtlinge

08.12.2016

Varel „In ihrer Heimat haben sie als Arzt oder Richter gearbeitet und jetzt sind sie in Varel und können auf lange Sicht nicht arbeiten“, sagt Saskia Hinrichs, „und das ist frustrierend“. Von unerfüllten Erwartungen berichtete sie am Dienstagabend im Sozialausschuss. Die 23-jährige Sozialarbeiterin verstärkt seit Oktober das Sozialamt der Stadt Varel und kümmert sich gemeinsam mit Rüdiger Drewes, Peter Petzke und Leiter Heiko Eilers um die Integration von Flüchtlingen. Eingestellt wurde sie auch, um die fast 50 Vareler Integrationslotsen zu entlasten.

Woher kommen
die Flüchtlinge
?

554 Flüchtlinge leben derzeit in Varel. „Die Zuweisungen haben stark nachgelassen, jetzt geht es um die Integration“, sagt Rüdiger Drewes. Fast alle Flüchtlinge kommen aus Ländern wie Syrien und Afghanistan. Sie werden auf lange Sicht bleiben und werden mit Sprachkursen integriert.

Untergebracht sind die Flüchtlinge in 68 Wohnungen, die die Stadt angemietet hat. Um diese Wohnungen kümmert sich Peter Petzke, er macht die Flüchtlinge mit Gepflogenheiten in der neuen Heimat vertraut.

Was sind die
größten Probleme
?

War die Wohnungssuche vor einigen Monaten noch das größte Problem, so gibt es jetzt Herausforderungen anderer Art. „Familiäre Probleme häufen sich“, berichtet Saskia Hinrichs. Ein Problem seien die veränderten Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen in den unterschiedlichen Kulturen. Die Männer müssten begreifen, dass die Stellung der Frau in Deutschland eine andere ist als in ihrer Heimat. „Zudem fühlen sich viele Flüchtlinge nutzlos, weil sie nicht arbeiten dürfen“, sagt Saskia Hinrichs.

Warum dürfen Flüchtlinge nicht arbeiten?

„Die Arbeitsaufnahme ist ein großes Problem“, berichtet Rüdiger Drewes, „es gibt große bürokratische Hemmnisse. Bis Abschluss des Asylverfahrens, was anderthalb Jahre dauern könne, dürften Asylbewerber nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde arbeiten.

Wie klappt die Integrationinsgesamt in Varel?

Die Vareler Sozialarbeiter sehen sich selber als „Anstoßgeber“. „Die Integration muss aus der Gemeinschaft kommen“, sagt Rüdiger Drewes und ist froh, dass das in Varel so gut klappt.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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