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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Genehmigung auf Widerruf keine Formalie“

27.11.2015

Varel Der Landkreis Friesland hat darauf hingewiesen, dass die Erteilung der widerruflichen Ausnahmegenehmigung zur Bebauung der Deichschutzzone in Dangast keine Formalie sei. „Der Widerruf wurde als Instrument auch schon umgesetzt“, sagte Jochen Meier, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Umwelt.

Die Firma Küstenimmobilien Peters plant auf dem Gelände des ehemaligen Kurparks die Errichtung einer Ferienanlage. Dabei soll teilweise die Deichschutzzone bebaut werden. Der Landkreis als Untere Deichbehörde hat diese Ausnahmegenehmigung mit Widerruf erteilt.

Ein Widerruf würde in Kraft treten, wenn an dem Deich im Sinne des Küstenschutzes Baumaßnahmen zur Deich-Ertüchtigung oder -Erhöhung notwendig werden und dabei die Bebauung stört. Dass der atypische Deich am Kukshörner Weg durch eine „Aufmauerung“ erhöht werden könnte, wie Lothar Peters vermutete (NWZ  vom 17. November), sei allerdings noch nicht geklärt, betonte Jochen Meier. „Für die Deichertüchtigungen gibt es zwar schon Ideen, aber noch keine konkreten Planungen“, sagte er.

Bei der Verlegung der Bodenanschlüsse sei es unterdessen zu Ordnungswidrigkeitenverfahren gekommen. So musste der Bauzaun zurückgesetzt werden hinter die Deichschutzzone von 50 Metern. Ein Energieversorger und ein Bauunternehmen, die bei Erdarbeiten in den Deichfuß gebuddelt hatten, wurden verwarnt, sagte Jochen Meier.

Auch bei den Planungen für einen „Seekurpark“ hinter dem Weltnaturerbeportal habe es noch keine Abstimmung gegeben. Kurdirektor Johann Taddigs hatte im Betriebsausschuss erklärt, dass die Untere Deichbehörde „keine grundsätzlichen Bedenken“ gegen das Projekt hege (NWZ vom 21. November). „So weit sind wir noch nicht, uns wurde die Planung nur vorgestellt“, widersprach Meier.

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