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NWZonline.de Region Friesland Politik

Demokratie – nie selbstverständlich

26.10.2019

Hooksiel Das rote Sofa aus dem Diakonie-Kaufhaus hat extra einen neuen Bezug erhalten – zwölfmal sollen Gäste darauf im Walter-Spitta-Haus Hooksiel Platz nehmen. Den Anfang im Demokratie-Projekt „Wangerlandsofa“ des Rogate-Klosters Berlin gemeinsam mit Diakonie, evangelisch-lutherischer Gemeinde und katholischer Erwachsenenbildung machten am Donnerstagabend Landrat Sven Ambrosy und Bürgermeister Björn Mühlena.

„Die Welt verändert sich – wir müssen die Veränderung gestalten“, stellte Pastor Stefan Grünefeld in seiner Begrüßung voran. Wichtig bei aller Veränderung und Notwendigkeit der Gestaltung sei, dass die Menschen darüber ins Gespräch kommen.

Welches Verständnis von Demokratie haben wir – dieses Thema hatte Initiator Bruder Franziskus Aaron an den Beginn der Reihe gestellt. Knapp 30 Interessierte waren gekommen, um sich anzuhören, was Bürgermeister und Landrat als Kommunalpolitiker dazu zu sagen haben.

Innovation und Kreativität, Offenheit, Empathie und Konsensfindung – diese Stichworte fielen in Zusammenhang mit Demokratie und was sie für beide beinhaltet.

Björn Mühlena ist überzeugt, dass die Gemeinde Wangerland mit ihren Beteiligungsprojekten die Bürgerinnen und Bürger aktiv mitnimmt bei den Entscheidungsprozessen. Bei der Ortssanierung Middoge, im Demografieprojekt „Wat nu?“, im touristischen Leitbildprozess – überall war die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger gefragt. „Wir beteiligen die Bürger recht locker an Prozessen, ohne dass für sie daraus ein Anspruch entsteht“, so Mühlena: „Nicht alles, was 200 Unterschriften findet, ist mehrheitsfähig und wird berücksichtigt.“

Den Zustand der Demokratie im Wangerland bewerteten beide als „stabil“. Wobei: „Ich glaube, man ist am sichersten, wenn man alles als unsicher ansieht“, sagte Ambrosy: „Wir dürfen Demokratie nie als selbstverständlich hinnehmen, sonst wachen wir eines Tages auf und es gibt keine mehr“, sagte er mit Blick auf immer mehr rechtes Gedankengut in der Gesellschaft. Aufgabe der Kommunalpolitik sei, Frustrationspotenziale zu minimieren – „das können wir in Gemeinden und Landkreis, denn die Leute dürfen ja mitgestalten“. Für Mühlena ist deshalb umso wichtiger, „Begegnung zu schaffen und Austausch zu pflegen“. Und: „Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass sich ein rechtes Milieu bildet.“

Bruder Franziskus ließ den beiden viel Zeit, um ausführlich auf Fragen zu antworten. „Mit Respekt, dabei klar, direkt, ehrlich und ohne Umwege wollen wir hier reden“, hatte er angekündigt. Aus den Reihen der Zuhörer kamen Fragen nach dem Stellenwert des Ehrenamts – die Gemeinde will einen Koordinator einstellen, kündigte der Bürgermeister an –, nach der touristischen Entwicklung Hooksiels und Horumersiels, nach dem Ungleichgewicht Tourismus-Förderung/Bedürfnisse der Einwohner und nach dem Busverkehr in Hooksiel.

Das nächste Sofa-Gespräch im Walter-Spitta-Haus findet am Donnerstag, 21. November, ab 19 Uhr statt.

Demokratie

So buchstabiert Sven Ambrosy Demokratie: D igitalisierung E mpathie M obilität O rganisation K reativität R egionalität A rbeit T heorie I nnovation E nergie

... und Björn Mühlena: D ringlichkeit E inlassen M uße bei der Arbeit O ffenheit K onsensfindung R uhe A nstrengung T un I deen E ngagement

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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