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NWZonline.de Region Friesland Politik

Pro Hooksiel hofft auf mehr Bürgernähe im Rat

01.09.2018

Hooksiel Die Wählergemeinschaft Pro Hooksiel um Dieter Schäfermeier hofft, dass die neuen Mehrheitsverhältnisse im Wangerländer Rat „wieder zu mehr Bürgernähe“ führen: Wie berichtet, haben die drei Grünen im Rat die Zusammenarbeit mit der zehnköpfigen SPD beendet. „Nun steht die SPD samt Bürgermeister alleine da“, so Schäfermeier.

Einen Grund sieht die Wählergruppe darin, „dass man sich nach der letzten Wahl von der Bürgerschaft abgewandt und nahezu ausschließlich gegen den Willen der Bürger und nur für eigene Interessen regiert hat“: Die Spielplatzschließung, Bebauung in Schillig, Pläne zur Bebauung des Sportplatzes Horumersiel, die neuen Ferienhäuser in Hooksiel und ein Neubaugebiet im Sielort mit ca. 75 Grundstücken ohne Anpassung der Infrastruktur zählt Schäfermeier auf: „Bauen, bauen, bauen.“

Strand aufspülen

Auch den Ratsbeschluss zur Sanierung des Kurmittelhauses Horumersiel sieht Pro Hooksiel kritisch: „Hauptgrund ist, die wesentlichen Voraussetzungen zum Erhalt des Heilbadstatus zu schaffen. So weit so gut.“ Die Kosten von 4,59 Millionen Euro werden zum Großteil über Fördermittel finanziert – „so dass für die WTG ein Eigenanteil von 1,469 Millionen Euro zu finanzieren verbleibt“, so Pro Hooksiel.

„Diese Eigenmittel werden vermutlich aus dem Verkaufserlös der beiden Grundstücke in Hooksiel entnommen, nach Angaben der WTG sind das ca. 2,6 Millionen Euro. Das wäre andererseits die Summe, die für eine Aufspülung des Hooksieler Strandes benötigt wird.“

Nun gönne man den Horumersielern natürlich ihren Heilbadstatus. „Allerdings hat Hooksiel seinerzeit auf eine Stufe der Prädikatisierung verzichtet mit dem Versprechen des Molenbaus und der dazu notwendigen Bereitstellung von ca. 4 Millionen Euro. In dem Vertrag über die Mole ist auch ein Passus enthalten, der eine Strandaufspülung in Hooksiel vorsieht, die in den Mitteln enthalten ist“, so Schäfermeier: Doch weder Rat noch Bürgermeister hätten sich ernsthaft in Hannover für eine Strandaufspülung eingesetzt.

Kosten abfedern

Auch die Anwendung der Straßenausbaubeitragssatzung bei der Sanierung der Nordstraße und der Georg-Adden-Straße in Hooksiel kritisiert Pro Hooksiel: „Hat der Rat sich einmal die Altersstruktur der Anwohner angeschaut? In der Georg-Adden-Straße sind die meisten Grundstücksbesitzer in einem Alter jenseits der 80 Jahre.“

Bei einer Grundstückslänge von 30 Metern hätte der Eigentümer ca. 18 000 Euro zu zahlen. „Das haben die meisten sicher nicht in der Finanzplanung für das Alter vorgesehen. Einen Kredit in der Höhe wird man wohl kaum von den Banken genehmigt bekommen“, so Schäfermeier.

Stattdessen schlägt Pro Hooksiel vor, die restlichen 1,1 Millionen Euro aus den Grundstücksverkäufen in Hooksiel in die Sanierung einzubeziehen – „damit wäre allen Anwohnern geholfen“.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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