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NWZonline.de Region Friesland Politik

Integrationslotsen: „Ich sehe vor allem den Zustand im Hier und Jetzt“

10.01.2015

Bockhorn Joachim Burmeister (56) ist einer der ersten Flüchtlingshelfer in der Gemeinde Bockhorn. Vor rund fünf Jahren hat er begonnen, afghanischen Jungen beim Lesenlernen zu helfen. Mittlerweile koordiniert er knapp zwanzig Integrationslotsen und kümmert sich um viele Flüchtlingsfamilien in Bockhorn.

Warum helfen Sie den Flüchtlingen in Bockhorn?

„Weil sie Hilfe brauchen. Ob jeder einzelne Flüchtling eine Berechtigung dazu hat, hier zu sein, kann ich nicht sagen. Ich sehe das, was jetzt ist, den Zustand im Hier und Jetzt. Aber ich denke, niemand verlässt freiwillig seine Heimat. Es steckt immer Not dahinter. Und wenn sie hier sind, brauchen sie Hilfe.“

Wie kann man den Menschen wirklich helfen?

„Indem man mit ihnen spricht und nicht über sie. Indem man sie fragt, was sie brauchen. Aber man kann auch nur da helfen, wo Menschen sich auch helfen lassen.“

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Haben Sie Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit?

„In Bockhorn sind die vielen Integrationslotsen sehr aufgeschlossen. Ich bin sehr froh, dass da gestandene und gebildete Leute, vom Arzt über ehemalige Ratsmitglieder bis zu früheren Firmengeschäftsführern bei der Flüchtlingsbetreuung helfen. Die sind mit dem Herzen dabei und sie wissen, was sie tun. Diese Leute von Pegida in Dresden wissen doch gar nicht, wovor sie Angst haben. Dort gibt es doch kaum Flüchtlinge. Natürlich kann ich nicht alles, was Menschen aus anderen Ländern tun und denken, verstehen, schließlich kennt man die Vergangenheit der Leute nicht. Aber man muss Respekt vor der Kultur der Menschen haben. Meine Mutter war übrigens selbst Flüchtling. Sie kam aus Schlesien, als sie sieben Jahre alt war. Aber ich weiß nicht, ob das etwas mit meiner Einstellung zu Flüchtlingen zu tun hat.“

Was brauchen die Menschen am Nötigsten?

„Sprache ist das A und O, und fehlende Sprachkenntnisse sind oft ein großes Problem. Deshalb sind Sprachkurse so wichtig. Aber Sprache allein reicht nicht, es geht auch um Teilhabe an der Gesellschaft, und darum, den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie dazugehören.“

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