• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Im Austausch voneinander lernen

28.03.2017

Horum Der demografische Wandel passiert einfach – das Leben verändert sich, die Bevölkerung im Wangerland wird weniger, älter und bunter. „Wir wollen verhindern, dass uns die Entwicklung überrascht“, erklärt Bürgermeister Björn Mühlena, warum die Gemeinde Wangerland erneut an einem Demografie-Projekt teilnimmt.

2015 hatte die Gemeinde mit Jever und Wangerooge im Rahmen des Förderprojekts „Kleine Städte und Gemeinden“ Ideen und Maßnahmen für den Wandel erarbeitet. Ein Ergebnis war die Zusammenlegung von Grundschule und Oberschule Hohenkirchen unter einem Dach.

Wat Nu? – Demografischer Wandel

Das Projekt „Wat Nu? – Demografischer Wandel im Wattenmeer-Raum“ widmet sich der Frage, wie Tourismusgemeinden nachhaltig als Lebensstandorte zu sichern sind.

Neben dem Wangerland sind auch die Stadt Norden und die Inseln Spiekeroog und Juist im Boot. Betreut wird das Projekt von der Uni Oldenburg, der Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung Oldenburg, assoziiert ist die Uni Groningen.

Die Situation vor Ort wird in so genannten Reallaboren erkundet. Einheimische, Urlauber und „Fans“ sind gefragt, ihre Sicht darzustellen, Wünsche und Vorschläge einzubringen.

Am Ende des Projekts sollen tragfähige Lösungen für die Herausforderungen des Wandels stehen – und umgesetzt werden.

Mehr Infos unter www.wat-nu-im-watt.de

Mit einem Demografie-Café im „Friesland Stern“ in Horum ist jetzt ein neues Demografie-Projekt gestartet, bei dem Mitarbeiter und Studenten der Uni Oldenburg gemeinsam mit Einheimischen und Urlaubern Strategien entwickeln, um das Leben in Tourismus-Orten lebenswert zu erhalten. „Wat Nu? Demografischer Wandel im Wattenmeer-Raum“ ist das Projekt betitelt. Neben dem Wangerland sind die Stadt Norden und die Inseln Spiekeroog und Juist dabei. Die vier Kommunen sollen durch Austausch miteinander profitieren. Die Uni Groningen ist mit im Boot, weil es in den Niederlanden schon sehr rege Netzwerke gibt, die sich mit dem Wandel durch die schrumpfende und älter werdende Bevölkerung befasst.

Zur Auftaktveranstaltung in Horum hatte die Gemeinde Wangerland alle Einwohner eingeladen – knapp 15 Vertreter aus Dorfgemeinschaften kamen. Parallel fand der Frühjahrsputz statt.

Minister Olaf Lies stellte in seinem Einführungsvortrag seine Sicht auf die Chancen des Nordwestens dar: Denn obwohl Unternehmen Probleme haben, Auszubildende und Fachkräfte zu finden, Ärzte und Lehrer fehlen und die Versorgungs-Infrastruktur teilweise nicht die beste sei, habe der Nordwesten alle Chancen. „Wir sind das Tor zur Welt, der Infrastruktur-Ausbau läuft“, meinte er mit Blick auf den Jade-Weser-Port, die Anbindung durch Bahn und Straße. Es gebe ausreichend Flächen und als touristische Region sei der Nordwesten auch zum Wohnen attraktiv. „Unsere Stärke für die Zukunft ist der Ausbau erneuerbarer Energie“, sagt Lies: In Zukunft werde Industrie und Gewerbe dort ansiedeln, wo es Strom gebe.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.