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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Windkraft nicht zu Ende diskutiert“

18.10.2019

Jever Einiges haben sie umgesetzt, anderes wartet auf Umsetzung: Jevers Grüne-Ratsfraktion aus Almuth Thomßen, Beate Berghaus und Olaf Harjes blickt durchaus zufrieden auf die erste Halbzeit der Wahlperiode zurück. So ist die Ausweisung eines Pendler-Parkplatzes fürs Normannenviertel genauso beschlossene Sache wie die Benennung der Sophie-Prag-Straße im Neubaugebiet. Und auf den Kindergarten-Neubauten werden mittlerweile ganz selbstverständlich Fotovoltaik-Anlagen installiert.

Tourismus-Konzept und Städtebauliches Konzept für die Wallanlagen unter Einbezug des Bunkers Blumenstraße warten auf schrittweise Umsetzung. Und voraussichtlich 2020 soll das Neubaugebiet Schützenhof auf dem ehemaligen Sportplatz in Angriff genommen werden. Dort haben die Grünen angeregt, einen Teilbereich für ökologische Bau- und Siedlungsstrukturen vorzuhalten. „Wir haben genug klassische Wohngebiete in Jever für Ein-Familienhäuser – nun sollte man sich mal etwas anderes trauen“, meint Olaf Harjes: Flächen für so genannte Tiny Houses – Häuser mit minimaler Wohnfläche um die 50 Quadratmeter und mit ökologischem Anspruch – Möglichkeiten für Atrium-Häuser für gemeinschaftliche Wohnformen, alternative Wärme/Energieversorgung, möglicherweise Car-Sharing, aber auf keinen Fall das eigene Auto vor der Haustür: Das sind einige Ideen, die Jevers Grüne dort umgesetzt haben würden.

Und dann gilt es, das Bürgerbeteiligungs-Konzept mit Leben zu füllen – das war ein Vorschlag der Grünen, den Bürgermeister Jan Edo Albers gern aufgegriffen hatte. „Wir haben Glück, dass der Bürgermeister dahinter steht und ebenfalls institutionalisierte Bürgerbeteiligung möchte“, sagt Almuth Thomßen.

Mit dem fertigen Konzept, das der Rat auch schon beschlossen hat, ist nun das Fundament gelegt, dass Jevers Bürgerinnen und Bürger in fester Form im Vorfeld von Entscheidungen an der Meinungsbildung beteiligt werden. „Wir wünschen uns, dass sich möglichst viele Menschen einbringen“, sagt Almuth Thomßen.

Ein erstes Thema für Bürgerbeteiligung ist nach Ansicht der Grünen „Mobilität und Fahrradverkehr“. Denn in den vergangenen Wochen hat es aus allen Ratsfraktionen Anträge mit Verbesserungsvorschlägen gegeben. Dazu gehört auch der Grünen-Antrag auf Bau von Fahrrad-Garagen am Bahnhof. „Wenn Geld für Parkplätze für Autos da ist, warum dann nicht für Fahrräder“, meint Harjes mit Blick auf die Ausbau-Pläne des Landkreises für den Bahnhofsvorplatz Jever. Wie berichtet, soll der dortige Pendler-Parkplatz vergrößert werden. Für den Bau von Fahrrad-Parkplätzen verweist der Landkreis indes an die Stadt als zuständig, berichtet Harjes. Abschließbare Fahrradgaragen sind insbesondere notwendig, um teure E-Bikes vor Dieben zu schützen.

Ein weiteres Projekt der Grünen: Jever ist zwar Fairhandels-Stadt, sichtbar werde das aber nicht. Deshalb wünschen sie sich, dass die Kaufmannschaft offensiver auf fair gehandelte Ware hinweist, und dass ein regelmäßiger Bauernmarkt regionale, saisonale und faire Produkte anbietet.

Noch nicht weitergekommen sind Jevers Grüne mit ihrem Vorschlag, Jevers letztem Juden Fritz Levy eine Straße zu widmen, ein Denkmal oder Mahnmal zu setzen. „Er ist ja zwar umstritten, aber aus Jever nicht wegzudenken“, sagt Almuth Thomßen. Und deshalb will das Grünen-Trio dranbleiben.

Das gilt auch für den Ausbau von Windenergie auf jeverschem Gebiet. „Der Ausbau wurde zwar 2018 abgelehnt. Aber die Diskussion über Windkraft wurde nicht zu Ende geführt. Das Thema wurde verschoben“, sagt Harjes. Und deshalb will die Grüne-Ratsfraktion die Windkraft noch einmal angehen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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