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NWZonline.de Region Friesland Politik

Gedenken: Seit 1962 gibt es drei Denkmäler

17.11.2018

Jever Der Volkstrauertag fällt in diesem Jahr auf den 18. November. Ein besonderes Datum, hat Werner Magnus aus Jever festgestellt: Denn am Volkstrauertag am 18. November 1962 wurde das Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs auf dem Schlossplatz der Öffentlichkeit übergeben. Eine zweite Besonderheit: der damalige Landrat hieß Albers, heute heißt auch Jevers Bürgermeister Albers.

Auch der Jeverland-Bote berichtete mehrfach über das neue Mahnmal und seine Entstehungsgeschichte. Ebenso von der offiziellen Einweihung am 18. November 1962. Damals sagte Jevers Bürgermeister Ommo Ommen: „Möge sie darum auch von allen, den Erwachsenen sowohl wie auch ganz besonders von unserer jungen Generation, wirklich geachtet werden! Möge sie in der Obhut der Stadt Jever eine würdige Gedenkstätte bleiben!“ So schrieb es der Jeverland-Bote am Dienstag, 20. November 1962.

Initiative des MTV

Das Ehrenmal-Ensemble am Schlossplatz wurde im Lauf der Jahre mehrfach umgestaltet: Das Mahnmal für die im Krieg 1870/71 Gefallenen des Jeverlands wurde zwei Jahre nach Kriegsende errichtet, das für die Toten des Ersten Weltkriegs sieben Jahre nach Friedensschluss. Mehr als 17 Jahre sollte es dauern, bis auch für die Opfer des Zweiten Weltkriegs ein Mahnmal errichtet wurde.

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Die Initiative kam bereits 1954 vom MTV Jever, einem der größten Vereine der Stadt. Damals gab es schon sehr konkrete Planungen für ein Ehrenmal. Rat und Verwaltung hatten bis dahin keine solchen Überlegungen aufgenommen. Der MTV wurde auch deswegen aktiv, weil viele der Opfer des Krieges Turner waren. Die Pläne des MTV sahen vor, die beiden bisherigen Ehrenmale zu beseitigen und eine gemeinsame Gedenkstätte zu schaffen, die ihren Platz im Schlossgarten direkt hinter der linken Hofmauer finden sollten.

Allerdings brachte die Schlossgartenverwaltung Oldenburg gegen diese Idee massive Einwände vor, so dass sich der MTV und andere Ideengeber nach Alternativen umsahen.

Bedenken gab es auch gegen die Beseitigung der bestehenden Mahnmale, Stimmen mehrten sich vor allem für den Erhalt des Obelisken, der für die Opfer des deutsch-französischen Kriegs 1870/71 errichtet wurde.

1958 wurde auf Initiative des MTV ein Planungsausschuss gegründet, Ende 1959 sah sich auch der Stadtrat in Zugzwang und richtete einen Denkmalausschuss ein. Inzwischen war klar, dass der Obelisk bleiben muss, auch weil das Land als Eigentümer des Platzes dies zur Bedingung gemacht hatte.

1960 stimmte der Ausschuss dann für die Errichtung eines Zweiten-Weltkriegs-Ehrenmals. Der Rat folgte dieser Entscheidung ein knappes Jahr danach.

Schlichter Entwurf

Die Wahl fiel letztlich auf den Entwurf des Kirchenmalers Hermann Oetken. Er sah eine schlichte, liegende Bronzeplatte mit der erhabenen Aufschrift „Den Toten des Krieges 1939 - 1945“ vor.

Damit Oetkens Entwurf umgesetzt werden konnte, musste die gesamte Denkmalanlage umgebaut werden. Sie wurde in Richtung Marktplatz verlängert, auch der breite Fußweg der bis dahin Schlossvorhof mit Schlossstraße verbunden hatte, wurde aufgefüllt. Heute ersetzt ihn ein schmaler Plattenweg. Außerdem wurde der Sarkophag (Weltkrieg-I-Denkmal) aus der Mittelachse der Anlage nach links verlegt und etwas abgesenkt. Die Klinkermauer wurde abgerissen.

Die Arbeiten begannen im April 1962 und wurden im November beendet. Die neue Gedenkanlage wurde unter den Blicken von mehr als 1000 Menschen in einer Feierstunde übergeben. Sie steht auch am Volkstrauertag 2018 wieder im Blick der Öffentlichkeit: Beginn ist um 11.15 Uhr.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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