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NWZonline.de Region Friesland Politik

Großen Spielplatz vorerst auf Eis gelegt

24.10.2019

Jever Der im Freizeitgelände geplante Mehrgenerationenspielplatz wird auf Eis gelegt: Mit vier zu zwei Stimmen haben die Ratsleute von SPD, SWG und FDP im Bauausschuss am Mittwoch entschieden, dass die Pläne aus Kostengründen zurückgestellt werden. Der CDU-Antrag auf Umsetzung der Planung und Erweiterung um die Vorgaben der Zertifizierung als barrierefrei und „Tourismus für alle“ fand keine Mehrheit.

Nun steht noch die Entscheidung des nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschusses am 29. Oktober an – dann erst steht fest, ob die Spielplatzpläne auf Eis gelegt und verschoben oder ganz begraben oder eben doch umgesetzt werden.

Grund für die Grundsatzdiskussion sind die hohen Kosten: Wird die Planung mit 50 Meter-Seilbahn, Wasserspielplatz und Fitness-Stationen, Himmelsschaukel, Barfußpfad, Rolli-Trampolin, Grill- und Picknickplatz, Fitness-Parcours und vielem mehr so umgesetzt, kostet der Bau rund 900 000 Euro. Damit Fördermittel aus dem Topf „Touristische Infrastruktur“ fließen können, müsste noch einiges dazugeplant werden - behindertengerechte Toiletten etwa und komplette Barrierefreiheit. Und dann würden die Kosten auf 1,3 Millionen Euro steigen – bei Fördermitteln von rund 650 000 Euro. Doch das kann sich die Stadt mittelfristig nicht leisten.

Kämmerer Dietmar Rüstmann schlug deshalb vor, die Pläne auf Eis zu legen, um weitere Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen und später zu entscheiden, ob das Projekt umzusetzen ist oder gestorben ist.

Für Wilfried Wolken (SPD) indes steht fest: „Aus Sicht der Bürger, die sich in die Planung eingebracht haben, ist es sicherlich bedauerlich, wenn nichts daraus wird. Deshalb sollten wir nun deutlich sagen, dass wir den Spielplatz nicht bauen werden.“ Das dafür eingeplante Geld könnte ja in die Dachsanierung des Freibads fließen. Und er forderte, dass auch der Spielplatz von-der-Vring-Straße nicht verkauft wird – man brauche ja dann den Verkaufserlös für den Mehrgenerationenspielplatz nicht.

Allerdings: Dei Einnahmen aus den Spielplatzverkäufen wie des an der Georg-von-der-Vring-Straße als Bauland fließen in die attraktivere Gestaltung aller anderen jeverschen Spielplätze und – so der bisherige Plan – auch ein kleiner Teil in die Finanzierung des Mehrgenerationenspielplatzes. Heißt: Von jedem Spielplatz, der stillgelegt und vermarktet wird, profitieren alle anderen Spielplätze. Fließt kein Geld, können auch keine Spielplätze aufgewertet werden.

Olaf Harjes (Grüne) sieht Rat in Verwaltung durchaus in der Pflicht, den Mehrgenerationenspielplatz umzusetzen. „Wir können nicht erst die Bürger zum Planen auffordern und dann sagen ,April, April, alles zu teuer‘“, sagte er. Und wenn der große Spielplatz ein Jahr später komme, mache das ja nicht wirklich etwas aus.

Udo Albers (SWG) nannte die Spielplatzpläne fürs Freizeitgelände „zwar toll, aber überkandidelt“. Er würde lieber sehen, wenn die Spielplätze in der Stadt mit Elementen daraus aufgewertet würden. „Das wäre sinnvoller, als an der Jahnstraße neu zu bauen.“ Auch Karl Oltmanns (FDP) sieht als sinnvoller an, zum Beispiel in den Wallanlagen einen schicken Spielplatz zu bauen als am Stadtrand.

Dr. Harry Funk (CDU) sieht als einziger im Mehrgenerationenspielplatz die Chance, „etwas Neues zu wagen“. „Ich glaube fest daran, dass wir die Finanzierung wuppen können“, betonte er.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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