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NWZonline.de Region Friesland Politik

Auf dem Fahrrad rund um Jever

23.09.2019

Jever Von der Topografie her ist Jever ideal zum Radfahren. Ob das auch in Sachen Radwege, Rundkurs um Jever, Beschilderung und Sicherheit so ist, dazu setzten sich am Samstag rund 50 Jeveraner auf ihre Fahrräder und fuhren mit Jevers Fahrradbeauftragtem Ingo Borgmann, Bürgermeister Jan Edo Albers und Ordnungsamtsleiter Jörg Schwarz um die Stadt. Fazit aller Beteiligten: Die Verwaltung muss endlich umsetzen, was vorliegt und bereits über zehn Jahre diskutiert wird.

Im Großen und Ganzen sind die Radfahrer zufrieden, weiß Fahrradbeauftragter Ingo Borgmann aus seinen Sprechstunden. „Doch bei allem, was wir anregen und umsetzen, es geht nicht ohne Rücksichtnahme miteinander. Und die fehlt bei vielen Verkehrsteilnehmern grundsätzlich“ moniert Borgmann. Das Ignorieren verkehrslenkender Maßnahmen gehört zum Tagesgeschehen, beispielhaft die 30 km-Zone in Cleverns im Bereich zur Einfahrt der Grundschule. Probleme bereiten auch die Elterntaxis, die an den Schulen die Wege versperren und keine Rücksicht auf die kleinen Radfahrer nehmen, berichtete Helga Brand-Sassen als Beispiel vom Harlinger Weg

Für Radfahrer wird die Fahrt zur Arbeit oder in die Stadt schnell zum Hindernisparcours: Autos parken ihre Wege zu, an Baustellen müssen sie absteigen. Oft sind die Situationen so unübersichtlich, dass selbst regelmäßige Radler rätseln müssen, wie man denn nun von A nach B kommt, ohne sich verkehrswidrig zu verhalten. Für Borgmann galt es, der Rathausspitze die teils kniffligen Radwegesituationen aufzuzeigen um zu erörtern, was zu tun ist. Dazu muss der Verkehrsentwicklungsplan dringend den Erfordernissen angepasst werden. Die zunehmende Zahl der Pedelecs mit ihren Reichweiten und hohen Geschwindigkeiten sei nicht berücksichtigt und bringt zusätzliches Radfahraufkommen.

Doch es gab auch Kritik von den Radfahrern an die Radfahrer: Das Fahren auf der falschen Fahrbahnseite sollte nachhaltig mit Bußgeld geahndet werden.

Gleichwohl galt es, einen beschilderten Rundfahrkurs um Jever zu entwickeln und dazu fuhr die die Gruppe eine 21,5 Kilometer lange Strecke Hooksweg, Auskündigerei, Schurfens, Wittmunder Straße, Schenumer Weg, Birkenweg, Addernhausener Straße, Moorlandsweg bis zum Graftenhaus. Dort zog man Bilanz.

Ratsfrau Renate Reck hielt es für wichtig, statt neue Wege zu bauen, die vorhandenen Wege ordentlich auszubauen (wie etwa in der Schützenhofstraße) und die Bordsteine an den Straßeneinmündungen auf Fahrbahnniveau zu bringen. Horst Waleczek mahnte an, die vielen Beschlüsse für das Radwegenetz endlich in die Tat umzusetzen und nicht mit immer neuen Vorschlägen die Planungen verzögern. Bürgermeister Albers will aus den gewonnenen Eindrücken ein realistisches Konzept zusammenstellen, das kurzfristig umsetzbar ist und versprach eine Wiederholung der Fahrt im nächsten Jahr.

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