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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Müssen den gesamten Verkehrsraum neu denken“

14.09.2019

Jever Man kann in Jever eigentlich recht gut Rad fahren – das hört Ingo Borgmann regelmäßig in seiner Sprechstunde. „Die Betonung liegt meist auf eigentlich. . .“, sagt der Fahrradbeauftragte der Stadt. Festgestellt hat er: Es gibt zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen. „Touristen finden gut, wie der Radverkehr hier geregelt ist. Sie sind sehr zufrieden, kommen gut durch und fühlen sich gut aufgehoben.“

Die Jeveraner, die anders als die Radtouristen ständig in der Stadt unterwegs sind, machen natürlich andere Erfahrungen. „Vor allem Ältere, die aus persönlichem Sicherheitsempfinden auf den Geh-/Radwegen fahren, klagen über wenig Rücksichtnahme. Und ambitioniertere Radfahrer, die die gesamte Bandbreite der Straßen und Wege nutzen, sehen auch vieles, was verbesserungswürdig ist“, sagt Borgmann.

Seine eigene Sicht auf den Radverkehr in Jever: „Im Grunde kann man hier gut Radfahren, es ist nicht schlecht. Aber es gibt viele kleine Dinge, die ärgerlich oder sogar gefährlich sind.“

Für ihn steht fest: „Radfahrer gehören auf die Straße als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer.“ Diese Position teilt er mit dem ADFC. Und dazu gehört, dass Straßen nicht mehr in Gehweg mit einem Streifen Radweg, Grünfläche, Parkstreifen und Fahrbahn aufgeteilt werden: „Wir müssen den Straßenraum von Hauswand zu Hauswand als Ganzes betrachten und dafür sorgen, dass dieser Verkehrsraum gemeinsam genutzt wird.“ Und genau darauf immer wieder hinzuweisen, sieht er als eine seiner Aufgaben als Fahrradbeauftragter an.

2016 wurde dieses Ehrenamt bei der Stadt eingerichtet. „Das war ein kluger Schachzug“, ist Ingo Borgmann drei Jahre später immer noch überzeugt: Denn die Leute, die ihn immer und überall ansprechen, würden niemals ins Rathaus kommen, um dort ihre Ideen, Erlebnisse und Anregungen zu schildern. „Ich bin mittlerweile sehr bekannt als Fahrradbeauftragter. Das funktioniert sehr gut.“

Und es funktioniert auch deshalb sehr gut, weil Ingo Borgmann sich regelmäßig einbringt: „Die grundsätzliche Frage ist, welchen Stellenwert hat der Radverkehr. Und meine große Aufgabe ist, den Radverkehr als Querschnittsaufgabe in alle Köpfe zu bekommen. Bei jeder Planung muss das Fahrrad als Verkehrsmittel mitgedacht werden. Darauf arbeite ich hin.“

Dass das Fahrrad ins Bewusstsein rückt, zeigt sich Borgmann zufolge an der Teilnehmerzahl am Stadtradeln: „Das war sensationell.“ Und er selbst werde mittlerweile keineswegs mehr als Exot wahrgenommen: „Egal ob Bauamt Jever, Verkehrsbehörde des Landkreises oder Straßenbaubehörde in Aurich: überall stoße ich auf offene Ohren.“

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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