• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Gezerre um Pläne für die beiden Spielplätze in Jever

23.08.2019

Jever Vorerst bleibt es dabei: Der Spielplatz Georg-von-der-Vring-Straße wird aufgelöst und als Bauland verkauft. Aus dem Erlös soll der Bolzplatz Johann-Lünemann-Straße aufgewertet und um einen Spielplatz für Kinder bis etwa zwölf Jahre erweitert werden. Die Stadt rechnet mit Kosten um 75 000 Euro. Das restliche Geld aus dem Verkauf der Flächen Georg-von-der-Vring – die Stadt geht von Erlösen um 200 000 Euro aus – soll in den geplanten Mehrgenerationenspielplatz im Freizeitgelände hinter dem Freibad fließen.

Damit folgte der Ausschuss mit Stimmen von CDU, FDP und Grüne der Spielleitplanung, die vom Stadtrat vor gut eineinhalb Jahren einstimmig im Grundsatz beschlossen worden war. „Wir haben einen langen Weg hinter uns und haben einige Kröten schlucken müssen. Wenn wir nun einen Kompromiss schließen, dann kommt sicher schnell der nächste auf uns zu“, sagte Hendrik Theemann (FDP).

Viele Anlieger da

Der Empfehlung des Ausschusses für Bauen und Planen war am Mittwoch eine längere Debatte vorausgegangen, in der es kaum um die Gestaltung des Bolzplatzes Johann-Lünemann-Straße ging, was der eigentliche Inhalt des Tagesordnungspunktes gewesen wäre; vielmehr ging es um die Frage, ob eine Aufwertung des Bolzplatzes und der Verkauf der Fläche Georg-von-der-Vring überhaupt sinnvoll ist. SPD und SWG haben dazu eine klare Haltung: Sie sind gegen den Verkauf des Spielplatzes und gegen die Aufwertung des Bolzplatzes – auch weil sie sicher sind, dass sie damit im Sinn der Bürger handeln.

„Man muss auch reagieren können und nicht nur engstirnig an einem Stapel Papiere festhalten“, sagte Udo Albers (SWG). „Wir können einfach einen Schritt zurückgehen und alles so lassen, wie es ist. Offensichtlich sind die Bürger mit der derzeitigen Situation zufrieden.“ Dafür erhielt er Applaus aus den Zuschauerreihen – Anwohner des Spielplatzes Georg-von-der-Vring und Anwohner des Bolzplatzes Johann-Lünemann-Straße verfolgten die Sitzung.

Entwurf für Johann-Lünemann-Straße

Der Entwurf zur Aufwertung und Erweiterung des Bolzplatzes Johann-Lünemann-Straße sieht eine Gliederung in drei Bereiche vor (siehe Skizze).
 Im Bereich 1 soll ein Spielplatz für Kinder bis etwa 12 Jahren entstehen. Das Thema ist „Fort/Burg“. Der Platz soll eingezäunt, mit einem Wall abgetrennt und mit einem Tor gesichert werden.
 Im Bereich 2 entstehen Streetball-Anlage und Tischtennisplatten für Jugendliche. Die andere Seite des Walls soll als Sitzplatz und Ballfangschutz fungieren.
 Im Bereich 3 befindet sich auch künftig der Bolzplatz, eine große Rasenfläche mit zwei Toren.

Auch für Wilfried Wolken (SPD) wurde Beifall geklatscht: „Wir werden weiter versuchen, den Verkauf und die Bebauung des Spielplatzes Georg-von-der-Vring zu verhindern“, sagte er. Zudem bemängelte Wolken, dass der Beschluss für den Verkauf erst im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss gefasst wurde, nachdem im vorherigen öffentlichen Bau- und Planungsausschuss mit drei Ja-Stimmen (SPD/SWG), zwei Nein-Stimmen (CDU) und einer Enthaltung (FDP) gegen den Verkauf gestimmt worden war. „Die Bürgerbeteiligung hätte viel früher in der Spielleitplanung einsetzen müssen – schon bei der Auswahl der Standorte“, so Wolken.

Wie berichtet, hat es bereits Protest gegen die Auflösung des Spielplatzes Georg-von-der-Vring gegeben. Eine Liste mit gut 80 Unterschriften für den Erhalt liegt im Rathaus. Am Mittwoch kamen nun 92 weitere Unterschriften hinzu, allerdings von Anwohnern, die sich gegen die Aufwertung des Bolzplatzes Johann-Lünemann-Straße stemmen. Sie bemängeln den hohen Aufwand für die Aufwertung und bezweifeln, dass Bolzplatz und Spielplatz überhaupt angenommen werden.

Kritik am Zaun

Einer der Hauptkritikpunkte sind freilaufende Hunde am angrenzenden Kröpelweg, Gräben am Woltersberg, fehlende Entwässerung und Beleuchtung und insgesamt zu hohe Kosten. Zwar hat die Stadt in ihrer Planung (siehe Infobox) einen Zaun für den Spielbereich für kleinere Kinder berücksichtigt, allerdings wird von den Anwohnern bezweifelt, dass das ebenso notwendige Tor tatsächlich stets geschlossen ist und so freilaufende Hunde draußen und Kinder drinnen bleiben.

Offensichtlich sind aber nicht alle Anwohner gegen die Aufwertung des Bolzplatzes. Zumindest eine Mutter sprach sich in der Sitzung für die Planungen aus, wünschte sich aber, dass diese dann auch zügig umgesetzt werden. „In zehn Jahren brauche ich einen solchen Spielplatz nämlich auch nicht mehr“, sagte sie.

Bürgermeister Jan Edo Albers versuchte mehrfach, das Vorgehen zu erklären und verwies auf die Grundsatzbeschlüsse für die Spielleitplanung und für den Verkauf der Fläche Georg-von-der-Vring. Zudem betonte er, dass sich in diesem Spielbezirk nur der Spielplatz Georg-von-der-Vring überhaupt als Bauland verkaufen lässt. „Ich habe den Anspruch, dass wir irgendwann auch mit der Umsetzung der Spielleitplanung beginnen. Ich brenne darauf, endlich mal was auf die Straße zu bringen“, sagte er.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965312
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.