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NWZonline.de Region Friesland Politik

Verkäufe: Keiner will den Schwarzen Peter

21.11.2019

Jever Keine der Fraktionen im jeverschen Stadtrat will den Schwarzen Peter haben: Wie sich am Mittwoch im Bau­ausschuss zeigte, ist keine Partei bereit, sich auf eine konkrete Streichliste für Spielplätze festzulegen. Laut Spielleitplanung, die im vergangenen Jahr einstimmig vom Rat verabschiedet worden war, sollen sieben der 40 Spiel- und Bolzplätze als Baugrundstücke verkauft werden, um mit den Einnahmen dann die übrigen Spielplätze aufzuwerten. Doch wenn keine Spielplätze verkauft werden, fließen auch keine Einnahmen – und damit wird es schwierig, Geld in andere Spielplätze zu investieren.

Anlieger für Erhalt ihrer Spielplätze

Rund 40 Jeveraner – Anlieger der in der Spielleitplanung zum Verkauf vorgeschlagenen Spielplätze – nahmen an der Ausschuss-Sitzung teil. Und alle brachten Argumente vor, warum ihr Spielplatz nicht stillgelegt und als Baugrundstück verkauft werden sollte.

Laut Spielleitplanung zum Verkauf vorgeschlagen:
 Am Mühlentief
 J.-Brahms-Straße
 Jenaer Straße/Neißer Straße
 Milchstraße
 Masurenweg
 Brookmerlandring
 G.-von-der-Vring-Straße

Maßnahmen für rund 1,155 Millionen Euro sah das Spielplatzkonzept vor – rund 670 000 Euro sollten durch Verkäufe eingenommen werden. Die Spielleitplanung sah vor, ab kommendem Jahr nach einer vom Rat bestimmten Prioritätenliste mit der Aufwertung von Spielplätzen zu beginnen. Doch das Konzept ist gescheitert, erklärte CDU-Ratsmitglied Dr. Harry Funk. Er kritisierte, dass die FDP angesichts Drucks der Anlieger beim geplanten Verkauf des Spielplatzes Georg-von-der-Vring-Straße umgekippt ist. Der Spielplatz-Verkauf ist vom Tisch.

Dennoch kündigte Hendrik Theemann für die FDP an, seine Fraktion sei bereit, Spielplätze zu verkaufen, um die Spielleitplanung zu erhalten. „Denn sie ist gut“, sagte er. Nur welche Spielplätze das sein könnten, die aufgegeben werden – darauf wollte er sich nicht festlegen. Nur darauf: „Wir sollten das Tempo herausnehmen, Schnellschüsse vermeiden und nochmals diskutieren.“

Für die SPD konstatierte Wilfried Wolken klipp und klar: „Wir werden uns nicht dazu äußern, welche Spielplätze verkauft werden sollen.“ Und auch Udo Albers sagte, die SWG werde keine konkreten Plätze zum Verkauf benennen.

Das hatte aber Bürgermeister Jan Edo Albers gefordert. Denn auch er will den Schwarzen Peter nicht: Er hatte schon den Unmut der Anlieger Georg-von-der-Vring-Straße auf sich gezogen, weil er ihnen verkünden musste, dass ihr Spielplatz laut Ratsbeschluss verkauft wird. Doch dann kippte der Rat um – und nun hat die Verwaltung doch den Schwarzen Peter.

„Ich kann Ihnen nur davon abraten, Vorschläge für Spielplatzverkäufe zu machen, wenn abzusehen ist, dass Anlieger protestieren werden – denn Sie werden den Druck ohnehin nicht aushalten“: Das hatte der Bürgermeister zu Beginn der Sitzung konstatiert.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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