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NWZonline.de Region Friesland Politik

Windkraft: „Kompromiss kann allen gerecht werden“

02.03.2018

Jever Das Votum im beratenden Fachausschuss fiel sehr knapp aus: Drei Mitglieder – von FDP, SWG und CDU – stimmten für ein Ende der Windpark-Planungen in Jever, zwei – von Grünen und CDU – stimmten für die Fortsetzung.

Kanalsanierung

Der Regen- und Schmutzwasserkanal in der Eichenallee muss saniert werden: Das Unternehmen EWE Wasser, die das Kanalnetz in Jever betreibt, plant dabei die Verlegung eines Regenwasserkanals mit größerem Durchmesser.

Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich laut EWE auf 146 364,40 Euro netto, der Anteil der Stadt Jever beträgt rund 47 704 Euro.

Da für den Kanalbau die Straße großflächig aufgerissen werden muss, wird die Stadt für rund 8500 Euro gleich noch die Fahrbahn der Eichenallee im betroffenen Bereich sanieren.

Für das knappe Nein zu weiteren Windrädern gab es Applaus von rund 50 Mitgliedern der Bürgerinitiativen „Weitblick Sandelermöns“ und „Lebenswertes Jever“, die Vertreter der Betreiber-Gesellschaft blickten etwas angestrengt. In der Debatte hatten Olaf Harjes (Grüne) und Harry Funk (CDU) zuvor für die Fortsetzung geworben.

Platz für 30 Windräder

Harjes sprach von einem Kompromiss, der den Belangen „aller, sowohl der Anlieger als auch der Investoren gerecht“ werden könnte. Die dreiköpfige Grünen-Fraktion im Rat wird am 15. März geschlossen für eine Fortsetzung der Windkraftpläne stimmen, kündigte Harjes am Mittwoch im Bau- und Entwicklungsausschuss an.

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Der Begriff „Kompromiss“ bezieht sich auf das Ergebnis einer interfraktionellen Sitzung im Januar: Damals hatten sich die Ratsmitglieder auf neun Windräder auf drei Teilflächen westlich von Cleverns und bei Sandel geeinigt. Laut Potenzialstudie wäre im Westen Jevers Platz für bis zu 30 Windräder – abhängig von der Höhe.

Die beiden Investorengruppen, die den Bau von Windparks zwischen Sandelermöns und Sandel sowie in der Clevernser Sietwendung seit mehreren Jahren planen, hatten von sich aus eine Begrenzung der Windräder auf 150 Meter Höhe angeboten.

Die Grünen dürften die einzige Fraktion sein, die im Rat geschlossen für weitere Windräder auf jeverschem Gebiet stimmen wird.

Denn sowohl die Mitglieder der CDU- als auch der SPD-Fraktion werden uneinheitlich abstimmen. In der Ausschusssitzung hatten sich die beiden SPD-Vertreter Wilfried Wolken und Bettina Montigny enthalten. Wolken kündigte an, auch in der Ratssitzung weder für noch gegen die Fortsetzung der Windparkpläne zu stimmen.

Bei der CDU hatte Dr. Matthias Bollmeyer Nein zur Fortsetzung der Windkraftplanungen gesagt, Harry Funk jedoch Ja. Auch Funk hatte von einem Kompromiss gesprochen: „Wir sind den Windkraftgegnern sowohl bei der Höhe als auch bei der Anzahl der Anlagen entgegengekommen – wir sollten weiterplanen, damit in Jever der Schornstein raucht“, sagte er.

„Egal ob neun zwölf oder 17 Windkraftanlagen – mit 500 Metern Abstand stehen sie zu dicht an den Wohnhäusern“, machte Udo Cremer den SWG-Standpunkt nochmals deutlich: „Wenn weitere Windräder, dann mit Mindestabständen von 1000 Metern zu Wohnhäusern.“

Sorge um Zusammenhalt

Und Hendrik Theemann (FDP) sagte, „mehr Windkraft schadet mit Blick auf den Zusammenhalt in der Stadt und Jever als Wohnstadt“. Sowohl die SWG als auch die FDP lehnen die Fortsetzung der Windpark-Planungen ab.

Die Stadtverwaltung hat auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsprüfung für neun 150 Meter hohe Windräder den Abbruch des Planverfahrens empfohlen: Die prognostizierten Einnahmen aus einer Beteiligung der Stadt an den Windparks und aus der Gewerbesteuer stehen in keinem Verhältnis zu den Nachteilen durch die Nähe der Windparks zu den Anliegern und den Eingriff in Natur und Landschaft.

Über Ja oder Nein zu weiteren Windrädern wird am 6. März nichtöffentlich im Verwaltungsausschuss beraten, am 15. März steht die abschließende Ratsentscheidung an.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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