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NWZonline.de Region Friesland Politik

Orte, Symbole undHaltung sind gefragt

10.11.2017

Jeverland Mit Gedenkfeiern wurde am Donnerstag vielerorts im Jeverland der Opfer der Nazi-Gräuel gedacht: In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen, wurden Geschäfte und Wohnungen zerstört, Menschen jüdischen Glaubens in Vernichtungslager deportiert. Die systematische Verfolgung und Ermordung der jüdischen Mitbürger hatte begonnen.

In Schortens hatte die SPD zur Gedenkfeier auf den jüdischen Friedhof an der Menkestraße eingeladen und einen Kranz niedergelegt. Die Ansprache im Beisein von etwa 30 Bürgern hielten Dominik Schrage und Lea-Marie Busch, Schüler der zwölfen Jahrgangsstufe der IGS Friesland-Nord. Die beiden Jugendlichen mahnten, die Erinnerung an die Gräuel lebendig zu halten und der in vielen Ländern Europas inzwischen wieder offen grassierenden Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung mutig entgegenzutreten. In jener Novembernacht 1938 habe Deutschland seine allerdunkelste Stunden erlebt und war am Tiefpunkt der Menschlichkeit angelangt, sagten die beiden Schüler.

Auch in Jever gedachten viele Bürger des Synagogenbrands vor 79 Jahren. Volker Landig von der Gesellschaft für christlich-jüdischen Zusammenarbeit, die die Gedenkstunde ausrichtet, mahnte eine verantwortlicht Haltung zum deutschen Vermächtnis an: „Da sich keiner von uns mehr an die NS-Zeit erinnert, brauchen wir eine Erinnerungskultur mit Orten, Symbolen und einer Haltung zur Vergangenheit“, sagte er.

Bürgermeister Jan Edo Albers nannte das Gröschler-Haus, das an der Stelle der 1938 niedergebrannten Synagoge an der Großen Wasserpfortstraße 19 steht, einen Glücksfall.

Die Gedenkrede hielt Dr. Georg Wagner-Kyora, Lehrer am Mariengymnasium: Im 500. Reformationsjahr stellt er Martin Luthers Hetze gegen die Juden in den Mittelpunkt.

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