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NWZonline.de Region Friesland Politik

Kampf für JEV-Kennzeichen

24.11.2012

Jever Hohe Kosten, mehr Verwaltungsaufwand, dazu soll das FRI-Kennzeichen eine Identität stiftende „Klammer“ für den Landkreis sein: So lautete zu Jahresbeginn die Begründung der Kreisverwaltung gegen die Wiedereinführung des alten JEV-Kennzeichens. Seit dem 15. November werden nun für die Stadt Norden (Landkreis Aurich) wieder NOR-Kennzeichen ausgegeben (die NWZ  berichtete).

Fragt man bei Stadt und Landkreis nach, wird dort den Darstellungen der friesischen Entscheidungsträger widersprochen.

Nun regen sich auch bei den Bürgern im Jeverland Zweifel an der bisherigen Argumentation des Landkreises Friesland. Der Jeveraner Peter Lamprecht fordert die Wiedereinführung des JEV-Kennzeichens und hofft auf Unterstützung. Lamprecht ist 49 Jahre alt und Diplom-Kaufmann der Tourismuswirtschaft. „Ich glaube nicht, dass Kosten ein Argument sind – es zahlt ja der Kunde, wenn er das Kennzeichen seines Autos wechselt.“

Und in der Tat, fragt man bei der Stadt Norden nach, werden hohe Kosten und Verwaltungsaufwand für das alternative Kennzeichen verneint: „Die Einführung des NOR-Kennzeichens tut keinem weh“, sagt Hanno Wiesmann von der Wirtschaftsförderung. Im Gegenteil: Der Landkreis verdiene sogar an den Ummeldungen.

Für die Stadt sei das Kennzeichen zudem ein probates Marketinginstrument. Da man sich dennoch zum Landkreis Aurich bekenne, gebe es auch kein Problem wegen eines möglicherweise fehlenden Zugehörigkeitsgefühls, wie in Friesland befürchtet.

Mehr als 3000 Anfragen für das NOR-Kennzeichen sind beim Landkreis Aurich bislang eingegangen. Die Bundesregierung hatte mit einer Verordnung die Rückkehr alter Kennzeichen ermöglicht, die bei Gebietsreformen in den 70er Jahren verschwanden, die Entscheidung aber den Landkreisen überlassen.

Für sein Anliegen führt Peter Lamprecht weitere Argumente ins Feld: „Die meisten Menschen denken eher kleinzellig.“ Dies gelte auch für Jever. „Erst ist man Jeveraner, dann Friese. Die Leute sollten selber entscheiden.“

Die Begründung von Landrat Sven Ambrosy (SPD) für das Festhalten am FRI-Kennzeichen („Tourismusfaktor“) lässt er nicht gelten: „Es geht ja nicht darum, das Friesland-Kennzeichen abzuschaffen.“

Die Chancen für die Wiedereinführung vermag Peter Lamprecht nicht einzuschätzen: Er will die Kreisverwaltung aber dazu bringen, das Thema wieder auf die Tagesordnung zu setzen und im Kreistag erneut zu entscheiden. „Das Thema sollte wieder in die Diskussion, zumal man jetzt auf die Erfahrungen aus anderen Landkreisen zurückgreifen kann.“


NWZ TV P   zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Tim Gelewski
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312

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