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NWZonline.de Region Friesland Politik

Kicker bringen Politik ins Spiel

10.02.2016

Varel Die Kicker des Jugendfußball-Förder-Vereins (JFV) Varel sind sauer. „Wir brauchen endlich eine Heimat. Derzeit sind wir auf fünf Plätzen zu Hause. So geht das nicht weiter“, sagt die Vorsitzende Claudia Rohlfs. Der Unmut der Fußballer richtet sich vor allem an die Politiker. „Das Thema scheint von der Tagesordnung der Politik verschwunden zu sein“, meint Claudia Rohlfs: „Das ärgert uns maßlos, auch weil wir schon viele Gespräche geführt hatten.“

Anlaufstelle für Spieler und Eltern

Auf fünf Plätzen sind die Jugendfußballer des JFV Varel derzeit zu Hause. Seit langem fordern sie eine eigene Heimat. „Wir brauchen eine Anlaufstelle für die Spieler, Eltern und Vorstände“, sagt die Vorsitzende Claudia Rohlfs. Derzeit lagern alle Wimpel, Pokale und Auszeichnungen in ihrer Privatwohnung: „Wir brauchen auch einen Platz, wo wir unsere Trainingskleidung und -utensilien lagern können.“

Die Kooperation wird getragen von den fünf Stammvereinen TuS Büppel, TuS Obenstrohe, TuS Dangastermoor, TuS Spohle und TuS Varel. Der JFV hat die Aufgabe, Jugendfußballer im Alter von elf bis 18 Jahren sportlich zu fördern. „Ohne eigene Sportanlage ist das aber sehr schwierig“, sagt Rohlfs.

Vor allem in den Wintermonaten ist ein Trainingsbetrieb kaum möglich, denn dann sind viele Sportplätze aufgrund der schlechten Witterung nicht bespielbar. „In Varel sind die Plätze seit November gesperrt. Eine optimale Vorbereitung ist damit kaum möglich, und wir werden im Wettkampf von den Konkurrenten abgehängt“, betont Claudia Rohlfs.

Deshalb fordert der JFV Varel einen Kunstrasenplatz. „Das ist unser Traum“, sagt die Vorsitzende – wohl wissend, dass die Errichtung einer wetterunabhängigen und ganzjährig nutzbaren Anlage kostspielig ist.

Im Mai des vergangenen Jahres demonstrierten die JFV-Mitglieder vor dem Rathaus und übergaben Bürgermeister Gerd-Christian Wagner eine Liste mit weit über 1000 Unterschriften (die NWZ  berichtete). „Es ist für uns Kommunalpolitiker eine große Bürde, das anzunehmen und es auch umzusetzen“, sagte Wagner damals.

Seitdem sei aber nicht viel passiert. Beim großen Karnevalsumzug am vergangenen Sonnabend erneuerten die Jugendfußballer ihre Forderung daher öffentlichkeitswirksam. „Wo bleibt unser Kunstrasenplatz?“ stand in großen Buchstaben an einem eigens zu diesem Thema entworfenen Motto-Wagen.

Knallrote Punkte auf einer Landkarte von Friesland zeigten zudem an, in welchen Gemeinden und Orten es Kunstrasenplätze gibt. „Varel ist da ein weißer Fleck“, betont Claudia Rohlfs. Und mit einer Spitze an die Politiker der Stadt stand darüber der Slogan: „Können anderen denn zaubern und hexen?“

Die Parteien halten sich im Jahr der Kommunalwahl (11. September) bei diesem Thema noch zurück. Bei einer Umfrage der NWZ  im Januar nach den Wahlkampfthemen hatte bislang nur das Bürgerbündnis Varel (BBV) einen Kunstrasenplatz auf der Agenda. „Uns liegt am Herzen, dass endlich Mittel für die Schaffung eines Kunstrasenplatzes auf den Weg gebracht werden“, teilte Rudi Böcker mit.

Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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