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NWZonline.de Region Friesland Politik

Kleine Chance auf Sitz im Bundestag

16.02.2016

Grabstede /Berlin Wenn die Mitglieder des außerordentlichen DFB-Bundestags am 15. April einen neuen Präsidenten wählen, könnte das der Anstoß für ein politisches Karussell sein – und mit dabei ist der Grabsteder Rainer Hajek (70). Aussichtsreicher Kandidat für das Amt des DFB-Präsidenten ist Reinhard Grindel (54) aus Rotenburg, im Hauptberuf Abgeordneter des Deutschen Bundestags. Eine Doppelbelastung als Mandatsträger und Fußballfunktionär wird wohl kaum möglich sein, Grindel will sich aber vor dem DFB-Bundestag nicht über einen eventuellen Mandatsverzicht äußern, das sei noch zu früh, sagte er unserem Berliner Büro auf Nachfrage.

Gibt Grindel allerdings sein Mandat zurück, kommt unter Umständen Hajek zum Zug. Er steht auf Platz 31 der Landesliste, die bis Platz 29 zog. Vor Hajek rangiert noch Kathrin Rösel (45) aus Leiferde, die gerade zur Ersten Gemeinderätin in der Samtgemeinde Wesendorf gewählt wurde. Sie würde es bedauern, wenn Grindel sein Bundestagsmandat wegen der Wahl zum DFB-Präsidenten zurückgäbe, sagte Rösel am Montag auf Nachfrage der NWZ : „Die Frage, ob ich das Mandat bei einer Nachrückersituation annehme, beantworte ich erst dann, wenn sie sich konkret stellt. Ich persönlich habe an mich den Anspruch, dass ich stets die Aufgabe, mit der ich aktuell betraut bin, mit ganzer Konzentration ausübe.“ In der CDU-Landesgruppe Niedersachsen gilt als ausgemacht, dass Rösel das Mandat annimmt, sollte Grindel künftig nur noch als DFB-Präsident fungieren wollen. So muss Rainer Hajek bis zum DFB-Bundestag warten, bis er erfährt, ob seine kleine Chance auf Einzug in den Bundestag Realität wird.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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