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NWZonline.de Region Friesland Politik

Schule: Kosten für Randbetreuung steigen kräftig

17.03.2016

Sande Sehr groß war das Interesse an der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend in Sande: Hauptthema war die Erhöhung der Gebühren für die Randbetreuung an den Grundschulen in Sande und Cäciliengroden. Aufgrund mangelnder nachfrage soll der Beitrag von 1,20 Euro je Stunde auf fünf Euro angehoben werden. Bei zwei Kindern und der Inanspruchnahme vor und nach der normalen Schulzeit sei das eine Preissteigerung von 300 Prozent beklagte ein besorgter Vater in der Einwohnerfragestunde.

Diese Sorge konnte ihm im Verlauf der Sitzung niemand nehmen. Bürgermeister Stephan Eiklenborg kommentierte nur kurz: „Die Kommunen müssen immer mit dem Geld zurechtkommen, das ihnen zu Verfügung steht.“ Für die Beschäftigung von zwei Betreuungskräften mit einem wöchentlichen Aufwand von 12 beziehungsweise 17,5 Stunden muss die Gemeinde 25 000 Euro zahlen.

Bislang kaum Akzeptanz

Isabell Bruns (SPD) bekräftigte: „Wir haben die Randbetreuung eingeführt, aber an Zahlen hat es bisher gekränkelt.“ Auch Oliver Kohls (CDU) mahnte: „Ich hoffe, dass sich die Bedarfszahlen nun bestätigen, denn die Gemeinde gibt Geld aus, das sie nicht hat. Und falls die Zahlen niedriger werden, muss die Randbetreuung auch eingestellt werden!“

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Kirstin Pöppelmeier (Grünen) sah unterdessen die Schulen in der Pflicht und fragte die anwesenden Schulleiterinnen, ob es nicht möglich sei, die Betreuung vor und nach der Schule intern durch Lehrkräfte zu regeln. Sehr zum Unmut der Sander Schulleiterin Susanne von Senden: „Die Schule ist eine Bildungs- und keine Betreuungseinrichtung.“

Wichtig sei nun die Planungssicherheit für das neue Schuljahr, stellte Hans-Hermann Tramann von der Gemeinde Sande im Hinblick auf die Bedarfspräsentation fest. Dies wurde von den Elternvertretern moniert, da viele Eltern mit flexiblen Arbeitszeiten nicht Monate im Voraus wissen, ob und wann sie die Randbetreuung brauchen.

Den SPD-Vorschlag, eine Gebühren-Obergrenze einzuführen, werde die Verwaltung dann konkret überdenken. Kirstin Pöppelmeier warnte unterdessen vor zu hohen Erwartungen: „Die Abfrage wurde auf Grundlage des alten Beitrags durchgeführt, durch den erhöhten Beitrag wird die Nachfrage sinken.“ Bürgermeister Eiklenburg sehe ich dann „veräppelt“, schließlich hätte die Gemeinde viel Arbeit in den neuen Entwurf investiert, sagte sie.

Neue Sprachlernklasse

Abzuwarten bleibt, wie sich die Bedarfszahlen im kommenden Schuljahr entwickeln. Die Idee von Pöppelmeier, eine Mindestzahl von sieben Kindern für die Randbetreuung festzulegen befürwortete auch die CDU, wurde jedoch von den restlichen Ausschussmitgliedern abgelehnt.

Der neue Vorschlag zur veränderten Randbetreuung wurde anschließend mit Ausnahme einer Enthaltung (Pöppelmeier) angenommen.

Cäciliengrodens Schulleiterin Manja Dobiasch stellte im weiteren Sitzungsverlauf das Projekt zur Sprachlernklasse vor. Der Standort sei wegen der Räume und des Personals prädestiniert. Die 14 betroffenen Kinder werden täglich vier Stunden Unterricht in Cäciliengroden erhalten und danach an ihre „Stammschulen“ zurückgefahren, um dort weiter in ihre künftigen Klassen integriert zu werden.

Ob Kinder schon eher als in den geplanten zwei Jahren den Übergang zum normalen Unterricht schaffen, sei abzuwarten. „Wir müssen erstmal anfangen, mit den Kindern zu arbeiten“, so Dobiasch. Dem Antrag für die Einrichtung der Sprachlernklasse hatte der Ausschuss bereits zugestimmt. die Schulleiterin kam nun dem Wunsch nach, ein Konzept vorzustellen, das jetzt an die Landesschulbehörde weitergereicht wird.

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