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NWZonline.de Region Friesland Politik

Lange Funkstille an der Parteibasis

18.09.2015

Sande Es brauchte ausgerechnet einen politischen Fehltritt des bisherigen Vorsitzenden Sascha Mennen, um den CDU-Gemeindeverband Sande überhaupt mal wieder zur Kenntnis zu nehmen. Immerhin ist es Sascha Mennen, der nach seinem asylkritischen Posting auf Facebook vor zwei Tagen seinen Rücktritt erklärte (dieNWZ  berichtete), gelungen, seinen Ortsverband nach langer Funkstille wieder ins kommunalpolitische Rampenlicht zu rücken. Auch wenn der Scheinwerfer dummerweise die rechte Ecke ausleuchtete.

Auf solche Nachrichten hätte nicht nur Oliver Kohls, CDU-Fraktionsvorsitzender im Sander Rat, gern verzichtet. Er reagierte entsprechend verärgert und enttäuscht. Kohls führt nun kommissarisch auch den Gemeindeverband und wird in Kürze eine Mitgliedervesammlung einberufen, um die Parteibasis auf neue Füße zu stellen. Doch Personal im vielleicht 40 Mitglieder starken Ortsverband ist nicht nur Mangelware, es ist vor allem betagt. Der Altersdurchschnitt liegt bei deutlich über 60 Jahren.

So rege und konstruktiv sich die CDU-Fraktion im Gemeinderat zu Wort meldet und Ideen einbringt, so still und geradezu teilnahmslos verhält sich der CDU-Gemeindeverband. Und das schon ziemlich lange. Po­litische Impulse oder Aktionen der Basis waren nicht erst seit Mennens Amtsantritt vor gut drei Jahren nicht mehr zu sehen, auch schon unter dem Vorsitz von Vorgänger Dieter Schäfer entwickelte der einst lebendige Ortsverband allmählich ein Schattendasein. Diskussionsabende? Bürgergespräche? Initiativen? Die gab es kaum. Dem Vernehmen nach soll es nicht einmal eine turnusgemäße Jahreshauptversammlung gegeben haben. Vor einem Jahr schon hätte der Vorstand neu gewählt werden müssen.

Diesen Zustand möchte der Übergangsvorsitzende Oliver Kohls schleunigst beenden. Ein Jahr vor der Kommunalwahl muss sich die Partei neu finden und erfinden. Junges, engagiertes Personal muss her, das im Zusammenspiel mit den älteren und alten Erfahrenen zusammenarbeitet, meint Kohls. Doch das ist nicht so einfach: Bewerber oder interessierte Kandidaten schrecke der wohl hohe Zeitaufwand, der mit ehrenamtlicher Politik verbunden sei. Dazu kommt: Ausschussarbeit ist nicht immer sexy. Dieses Problem teilt die CDU mit ihren Mitbewerbern.

„Wichtige Aufgabe wird sein, den durch ein unbedachtes Facebook-Posting angerichteten Schaden wieder zu beheben“, so Kohls. Der hoffentlich bald neu aufgestellte Gemeindeverband müsse aus der Deckung kommen, aktiv auf die Bürger zugehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Es werde mit der dünnen Personaldecke nicht ganz einfach und es ist noch ein langer Weg. Das Ziel aber sei klar, so Kohls: „Wir wollen dazu beitragen, die absolute Mehrheit der SPD in Sande 2016 zu knacken.“

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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