• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Notruftelefon: Leid der Opfer mobilisierte Vareler

17.07.2014

Varel Groß war die Empörung und Trauer, als im Januar 1997 die zehnjährige Kim Kerkow aus Varel von dem Sexualstraftäter Rolf D. missbraucht und ermordet wurde. Der Täter wurde gefasst und zu lebenslanger Haft verurteilt, die er nach wie vor verbüßt. Die Tat hatte aber viele Vareler aufgerüttelt, die aktiv wurden gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt. Es gründete sich 1997 die Initiative Kim, die bald 190 Mitglieder hatte und unter anderem ein Kinder- und Jugendnotruftelefon ins Leben rief. „Es kann ja nicht sein, dass ein Kind ums Leben kommt, und jetzt lernen wir nichts daraus“, sagt der Gründungsvorsitzende Harald Menge, der aber nicht mehr Mitglied ist. Die Mitgliederzahl ging im Lauf der Jahre rapide zurück, berichtet der Vorsitzende Hans Sommer (Bockhorn). Und der Verein denke darüber nach, sich aufzulösen. Es fehlen ihm schlicht die Mitglieder für Aktivitäten.

Das damals geschaffene Kinder- und Jugendnotruftelefon (Tel. 0800/2225888) ist noch geschaltet, wird aber oft für fingierte Anrufe missbraucht. Wirkliche Notfälle werden an Hilfsorganisationen weitergeleitet. Immer wieder hatte sich die Initiative bei Strafprozessen gegen Sexualstraftäter eingeschaltet („Initiative Kim demonstriert für Opfer“, NWZ  vom 10. Mai 2005). Und sie hatte auch zum fünften Todestag von Kim, im Jahre 2002, ein Erinnerungsmal in der Torhegenhausstraße enthüllt, wo der Täter Rolf D. Kim Kerkow entführt hatte. Harald Menge hatte bei der Gedenkveranstaltung 2002 auf das Leid der Opfer von Sexualstraftaten hingewiesen. Er kritisierte insbesondere, dass dass die Rechte der Täter offenbar einen höheren Schutz genössen als die der Opfer oder deren Angehörigen.

Eine Sache hat übrigens Bestand: Aus der Initiative Kim und weiteren Opfer-Initiativen gründete sich das bundesweite Forum gegen Gewalt. Das gibt es immer noch. Es koordiniert Vereine und Initiativen. Vorsitzender ist nach wie vor Harald Menge aus Varel.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2018
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.