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NWZonline.de Region Friesland Politik

Middoger vermissen den Rückhalt beim Landkreis

07.01.2013

Middoge Es herrschte nicht nur Friede und Freude beim Neujahrsempfang der Dorfgemeinschaft Middoge am Sonntag in der Alten Pastorei: Ekke Schoof, einer der Initiatoren der Aktion für den Radwegbau von Middoge bis Oldorf übte deutliche Kritik.

Es sei enttäuschend, dass weder Landrat Sven Ambrosy noch überhaupt ein Vertreter des Landkreises an der Aktion teilgenommen hat. „Da kann man hinterher schön Briefe schreiben“, sagte Schoof mit Blick auf die Kritik des Landrats am Land, weil in diesem Jahr keine Baumittel in den Nordwesten fließen. Er hatte deswegen an Wirtschaftsminister Jörg Bode geschrieben (die NWZ  berichtete).

„Der Radweg von Middoge nach Oldorf stand lange auf Platz eins der Prioritätenliste des Landkreises – dann ist er sang- und klanglos von der Liste verschwunden“, sagte Schoof. Er wünsche sich, dass der geplante Radweg bei Stumpens – „der betrifft gerade mal 20 Häuser“ – vom Landkreis zugunsten des Radwegs entlang der Kreisstraße 89 zurückgestellt wird.

Verfahren dauern

Auch eine größere Beteiligung von Wangerländer Ratsmitgliedern sowie Bürgern aus Middoge und Tettens hätte Schoof sich gewünscht. „Man kann doch nicht mit dem Argument, ,das wird sowieso nichts‘, einfach nichts tun“, betonte Schoof.

Wie berichtet, hatten Mitte Dezember rund 120 Einwohner aus Middoge, Tettens, Oldorf und Pievens hunderte alte Fahrräder und Transparente entlang der Kreisstraße angebracht. Sie fordern, dass der Radweg nach 20 Jahren Versprechungen gebaut wird.

Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs versicherte, dass die Gemeinde voll hinter der Forderung der vier Dörfer nach dem Bau des Radwegs steht. „Wenn die Planung gut ist, haben wir bisher auch immer Geld zur Umsetzung bekommen“, machte er den Middogern Mut. Nach seinen Informationen soll das Planverfahren im Frühjahr beginnen. „Zurzeit wird diskutiert, ob der Radweg an der Nord- oder an der Südseite der Straße gebaut wird – dafür gibt’s bestimmt bald eine Lösung“, sagte Hinrichs.

„Es dauert alles, aber das Verfahren ist auf einem hervorragenden Weg“, betonte der Bürgermeister auch mit Blick auf die Dorferneuerung. Der Dorferneuerungsplan befindet sich zurzeit in der Phase der Trägerbeteiligung, im März soll er dann vom Gemeinderat beschlossen werden. Danach kann die Umsetzung beginnen. Hinrichs lobte, dass die Middoger mit Augenmaß und Vernunft geplant hätten. Der Prozess sei ein Paradebeispiel für eine gelungene Planung, die die Bürger mitnimmt. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde war der Middoger Arbeitskreis Dorferneuerung deshalb ausgezeichnet worden.

Alten Silo abgerissen

Das dritte Thema, das die Middoger jahrelang beschäftigt hat, hat sich im Lauf des vergangenen Jahres erledigt: Die alten Getreidesilos sind abgerissen. Damit ist der Weg frei für ein neues Gebäude.

Elke Wachtendorf hatte nach der Andacht mit Pastor Fritz Weber mit einer kleinen Bilderschau das Jahr Revue passieren lassen: Theaterabende, Frühjahrsputz, Maifeier und Arbeitseinsätze prägten das Jahr. Kurz vor Weihnachten hat das Dorfgemeinschaftshaus zudem neue Stühle bekommen – sie sitzen sich sehr bequem.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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Dorfgemeinschaft Middoge

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