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NWZonline.de Region Friesland Politik

Mit 80 noch einmal in den Rat

04.04.2011

VAREL 1961 ist er in die SPD eingetreten, und 1961 ist Walter Heidenreich in den Rat gewählt worden. Dafür wird Heidenreich am Donnerstag bei der Ratssitzung geehrt. An diesem Montag vollendet der Kommunalpolitiker sein 80. Lebensjahr. Den Geburtstag feiert er im Kreise seiner Familie und Freunde im Haus in der Danziger Straße, in dem Heidenreich mit seiner Frau Gertrud seit 55 Jahren lebt.

Zwei SPD-Politiker hatten Heidenreich 1961 zum Eintritt in die Partei und zur Kandidatur überredet. Drei Jahre zuvor war Heidenreichs Vater Adolf Heidenreich verstorben, langjähriger Landtags- und Kommunalpolitiker, Überlebender des Konzentrationslagers Neuengamme, in das Adolf Heidenreich 1944 verschleppt, und in dem er gefoltert worden war. Heidenreich junior nahm die Aufgabe an. Schon bei seiner ersten Wahl hatte er das viertbeste Ergebnis der Genossen. Weitere gute Stimmergebnisse folgten bei den weiteren Wahlen. „Das Mitarbeiten in der SPD hat Freude gemacht“, sagt Heidenreich, der dem Vareler Rat ununterbrochen seit 50 Jahren angehört, dem Kreistag immerhin seit 43 Jahren. Bei der Kommunalwahl 2011 will der Sozialdemokrat noch einmal antreten, „aber nicht an vorderster Front“. Auch für den Kreistag stehe er zur Verfügung, „wenn die Partei das will.“

Die Partei hat für Heidenreich wie für seinen Vater Adolf immer eine große Rolle gespielt, ebenso die Gewerkschaft (und früher auch die Mitgliedschaft in einer Konsumgenossenschaft) und die Freiwillige Feuerwehr, der Heidenreich seit 1947 angehört. Aufgewachsen in der Jürgensstraße, besuchte Heidenreich die Knabenschule in Varel, lernte Tischler, arbeitete eine Zeitlang im Ruhrgebiet und kehrte 1955 nach Varel zurück. Zuletzt arbeitete Heidenreich im Airbus-Werk als Tischler (heute Premium Aerotec).

Viele Höhen hat Heidenreich in seiner Politikerlaufbahn erlebt – zehn Jahre lang war er stellvertretender Landrat, auch stellvertretender Bürgermeister, hatte die SPD lange Zeit die Mehrheit in Varel. Zu den Tiefs zählt er die Austritte aus der SPD-Fraktion 1996 und 2009 sowie den Verlust der politischen Mehrheit bei der Kommunalwahl 1976, obwohl die SPD als stärkste Partei abgeschnitten hatte.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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