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NWZonline.de Region Friesland Politik

Mit Adlern auf Hasenjagd

26.10.2013

Wangerland Etwas mehr als dreieinhalb Kilo wiegt das Kronadlerweibchen von Falkner Damian Stöbel, majestätisch sitzt der Greifvogel mit dem gescheckten Gefieder auf der Faust des Falkners und beobachtet durch bernsteinfarbene Augen seine Umgebung. Er lässt den Blick schweifen über grüne Felder und frisch gepflügte Äcker. Die Szenerie ist in diesiges Licht getaucht.

Adler geht leer aus

Ein Hase springt auf, aufgeschreckt durch die ungewohnte Anwesenheit der Menschen an diesem Freitagmorgen. „Adler frei“, ruft Falkner Damian Stöbel. Und der Vogel breitet seine Schwingen aus, steigt von der Faust des Falkners auf und jagt seine Beute. Haken schlagend bringt sich der Verfolgte in Sicherheit. Diesmal geht der Adler leer aus und landet dort auf dem aufgewühlten Acker, wo noch vor wenigen Sekunden der Hase einen Haken schlug. „Hasen sind für Adler schwere Beute“, erklärt Sandra Stöbel, die ihren Mann seit mehr als 20 Jahren bei der Jagd mit den Greifvögeln begleitet.

Die Hasen sind schnell und schlagen Haken, das ist die Herausforderung für den Greifvogel. Kaninchen seien hingegen leichte Beute. „Wenn man mit einem Adler nur Kaninchen jagt, dann kann es sein, dass er nicht mehr auf Hasen geht, weil ihm das dann zu anstrengend ist“, weiß Sandra Stöbel.

Familie begleitet Falkner

Das Gelände ist unwegsam, die gepflügten Äcker mit dem schweren Kleiboden machen das Vorwärtskommen mühselig, die Felder sind von tiefen Schloten durchzogen. Wer da nicht weit genug springen kann, holt sich schnell nasse Füße. Dennoch, die Jagd mit den Greifvögeln ist bei manchen Falknern gleichzeitig auch Familienausflug: So wie Falkner Damian Stöbel seine Frau und seinen Sohn Constantin (7) mit auf die Jagd genommen hat, so hat auch Falkner Frank Schaumann nicht nur seinen Blaubussard, sondern auch seine Frau Silke dabei. „Die Kinder kommen nicht mehr mit, die sind inzwischen aus dem Alter raus“, sagt Silke Schaumann.

Daheim haben beide Familien mehrere Greifvögel, Hunde und Frettchen. Gemeinsam mit anderen Falknern aus ganz Deutschland kommen Familie Stöbel aus Kreis Heinsberg und Familie Schaumann aus Siegen mit ihren Greifvögeln einmal im Jahr zur Beizjagd an die Küste. An zwei Tagen jagen die Falkner an den Stränden Schillig und Hooksiel und auf dem Feld im Jagdgebiet des Hegerings Minsen.

Die Falkner kennen sich untereinander. Sind sie auf Jagd, unterstützen sie sich gegenseitig. So klappt selbst das Überspringen der Gräben mit einem Adler auf der Faust. Nach der Jagd treffen sie sich in gemütlicher Runde und lassen den Besuch an der Küste ausklingen.


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