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NWZonline.de Region Friesland Politik

Politiker debattieren lebhaft über den Tod

25.11.2016

Brake Der Antrag auf Förderung des Hospizneubaus in Varel mit 150 000 Euro durch den Kreis Wesermarsch hat jetzt im dortigen Ausschuss für Soziales und Gesundheit für hitzige Diskussionen gesorgt. Während Ursula Schinski (SPD) von einer „historischen Chance“ sprach, plädierten Dragos Pancescu (Bündnis 90/Die Grünen) und Manfred Wolf (FDP) ganz klar für einen Standort in der Wesermarsch. „Wir sollten jetzt keinen Schnellschuss unternehmen, sondern die Möglichkeiten für eine solche Einrichtung in unserem Landkreis prüfen“, forderte Pancescu.

„Ein Hospiz nur für die Wesermarsch rechnet sich nicht,“, widersprach Dr. Hans Schmid (CDU). Daher müsse man dieses landkreisübergreifende Projekt unterstützen. Doch ohne irgendwelche Rechtsansprüche könne man nicht so viel Geld in die Hand nehmen, mahnte Wolf. „Wir streiten uns bei den kleinsten Beträgen, aber 150 000 Euro sollen wir einfach so locker machen? Das geht nicht“, so der FDP-Politiker.

In der Tat habe der Landkreis Wesermarsch später keinen Anspruch auf das Blocken einzelner Zimmer im Vareler Hospiz, gab Schmid zu. Gleichzeitig stellte er aber auch fest, dass er „konstruktive Beiträge von der FDP und den Grünen vermisse.“

Einen konstruktiven Vorschlag machte Edgar di Benedetto (UW): „Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit der Finanzierung, eine jährliche Unterstützung zum Beispiel.“ „So billig wie mit diesem Antrag kommen wir nicht mehr weg“, stellte Schmid klar. Angelika Zöllner (SPD) appellierte ans Engagement ihrer Ausschusskollegen: „Bisher gehen Menschen aus der Wesermarsch in Hospize außerhalb, die andere finanziert haben. Da muss doch irgendwann das Bedürfnis geweckt sein, selbst etwas beizutragen.“

Bei der Abstimmung zeigte sich dann ganz klar, dass sich die Geister bei diesem Thema scheiden. Während sich SPD (vier Stimmen) und CDU (drei Stimmen) für eine Förderung aussprachen, stimmten Grüne, UW und FDP dagegen. Günter Römer (AfD) enthielt sich. Letztendlich wird der Kreistag über die Vergabe des Geldes entscheiden, der Ausschuss kann nur eine Empfehlung aussprechen.

Mark Castens, der das Tabuthema Hospiz in die Öffentlichkeit gebracht hat, zeigte sich erfreut: „Eine hitzige Diskussion ist okay, am Ende stimmt ja das Ergebnis.“

Gloria Balthazaar Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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