• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Politik

Luftwaffe: „Regiment zieht Kräfte zusammen“

15.06.2012

FRAGE: Die Reformpläne des Verteidigungsministers sehen eine Zunahme an Dienstposten in Upjever von derzeit 1630 auf künftig 2050 vor – damit ist eine Vergrößerung der Einheit in Schortens verbunden, aber eine Verringerung des Objektschutzregiments insgesamt. Wie ist das zu erklären?

SCHULZ: Was hier aufwächst, ist die Gesamtzahl aller Dienstposten am Standort und das errechnet sich aus allen Einheiten, die in Zukunft hier stationiert sein werden. Dazu gehört nicht nur das Objektschutzregiment, sondern auch der Führungs- und Unterstützungsbereich der Luftwaffe mit zwei Abteilungen für Informationstechnologie. Das Objektschutzregiment wird um rund 400 Soldaten kleiner, aber zieht alle Kräfte in Upjever zusammen. Insgesamt werden dem Regiment künftig etwa 1400 Objektschützer angehören.

FRAGE: Das heißt also, dass es keine Objektschutzeinheiten mehr in Kerpen, Diepholz und Wittmund geben wird?

SCHULZ: Das ist richtig. Die Umstrukturierung des Regiments wird bis Anfang 2015 abgeschlossen sein. Wie schnell alle Einheiten tatsächlich in Upjever stationiert werden können, hängt aber auch vom Zustand der Infrastruktur ab.

FRAGE: Und damit ist es ja nicht zum Besten bestellt. Man hört von unhaltbaren Zuständen in den veralteten Unterkünften mit Mehrbettzimmern und Gemeinschaftstoiletten. . .

SCHULZ: So schlimm, wie es bei Ihnen klingt, ist es nicht. Aber die Unterkünfte entsprechen nicht dem heutigen Standard und sind dringend renovierungsbedürftig. Das hat übrigens auch etwas mit der Attraktivität der Bundeswehr zu tun. Um Soldaten für eine Tätigkeit in den Streitkräften zu werben, braucht man auch moderne Unterkünfte. Und wir wollen ja, dass die Soldaten nicht immer nur pendeln, sondern auch in ihrer Freizeit einmal gerne am Standort bleiben. Der Standard ist vorgegeben – das muss jetzt umgesetzt werden.

FRAGE: Gibt es Überlegungen, wie man auch die Familien der Soldaten an den Standort locken kann?

SCHULZ: Innerhalb der Kaserne wird es keine Familienunterkünfte geben, das entspricht nicht unserem Konzept. Aber es ist wichtig, Anreize zu schaffen, mit der Familie an den Standort zu ziehen. Dazu gehören die Wohnungsfürsorge und weitere Hilfen, die Familien die Entscheidung für einen Umzug erleichtern.

FRAGE: Zum Beispiel eine gute Kinderbetreuung?

SCHULZ: Auch das gehört dazu – wobei ich dazu hier in Upjever bislang wenig Klagen von den Soldaten gehört habe.

FRAGE: Sie sind kontinuierlich mit etwa 150 Soldaten in Afghanistan stationiert. Wird das Objektschutzregiment durch die Umstrukturierung schlagkräftiger oder wird es eher noch schwieriger, den Auslandseinsatz zu stemmen?

SCHULZ: Das Objektschutzregiment wird schlagkräftiger und wir haben nun ein klares Signal, was man von uns erwartet. Das Regiment soll mit seinen Fähigkeiten für eine bestimmte Zeit durchhaltefähig sein und das ist in den Strukturplanungen auch so abgebildet. Klar vorgegeben ist eine Durchhaltefähigkeit von vier aufeinander folgenden Einsatzkontingenten über einen Zeitraum von jeweils vier Monaten.

FRAGE: Bislang halten Sie schon viel länger durch – mit Blick auf Afghanistan seit zehn Jahren.

SCHULZ: Ja, das stimmt – und wir können nicht ausschließen, dass entsprechende Anforderungen auch in Zukunft an uns herangetragen werden.

FRAGE: Werden Sie über 2014 hinaus Soldaten in Afghanistan haben?

SCHULZ: Wir können heute noch nicht absehen, ob Objektschützer auch für den Folgeauftrag nach 2014 in Afghanistan gebraucht werden.

FRAGE: Wie ist die Stimmung Ihrer Soldaten in Afghanistan?

SCHULZ: Die Stimmung ist gut, weil es etwas ruhiger geworden ist. Es herrschen aber Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius – da wird jede Patrouillenfahrt auch ohne Zwischenfälle zur enormen Belastung.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2004
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.