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NWZonline.de Region Friesland Politik

Getreue: Reichskanzler Ehrenbürger in Worms

03.04.2017

Jever Wie seit über hundert trafen sich die jeverschen Getreuen am 1. April im „Haus der Getreuen“ zum Kommers mit Umtrunk und gedachten des 202. Geburtstags des Reichsgründers Fürst Otto von Bismarck. Präses Ingo Hashagen berichtete, dass Marin Luther mit dem Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg auch zur Spracheinheit in Deutschland beitrug.

1717 schlug Prinz „Eugen“ die Türken vor Wien und bewahrte das Abendland vor der osmanischen Eroberung. Im Jeverland ertranken 1717 durch die Weihnachtsflut 1275 Menschen. Vor 150 Jahren schloss Bismarck den Norddeutschen Bund und vereinte die Länder bis zur Mainlinie unter Führung von Preußen.

Bewunderer Bismarcks

Über Reichskanzler Otto von Bismarck und seine besondere Beziehung zur Stadt Worms hielt Wolfgang Diehl, ein Kenner der Wormser Geschichte, den Festvortrag. Er bezog in die besondere Beziehung von Worms und Otto von Bismarck den reformierten Freiherrn Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim sehr ausführlich ein. Der Fabrikant war Bewunderer und Parteigänger Bismarcks und unterstützte ihn bei seinen sozialpolitischen Bestrebungen. Auf dem Gelände der Stiftung Kunsthaus von Heyl steht ein Denkmal von Bismarck.

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Worms, die älteste deutsche Stadt, wurde durch die Nibelungensage und ihre überragende Bedeutung im Hochmittelalter als Kaiserpfalz mit zahlreichen Hof- und Reichstagen bekannt. Obwohl Bismarck Worms nicht einmal besuchte, wurde der spätere Fürst und Reichsgründer am 11. Dezember 1870 zum Ehrenbürger ernannt.

Nach Ansicht von Wolfgang Diehl geschah dies unter dem Eindruck des erfolgreichen Krieges gegen Frankreich und der bevorstehenden Vollendung der deutschen Einheit und der damit verbundenen Erfüllung der Sehnsucht des Volkes nach einer Wiederkehr von Kaiser und Reich.

Worms steht im Lutherjahr im Fokus, weil der Reformator vier Jahre nach seiner Verkündung der 95 Thesen in Wittenberg am 17. April 1521 vor den Wormser Reichstag zitiert wurde: Er sollte seine Thesen zurückzunehmen.

Nach einem Tag Bedenkzeit erklärt er: „Die allgemeine Unzufriedenheit kann es bezeugen, dass päpstliche Gesetze und Menschenlehre die Gewissen der Gläubigen aufs Jämmerlichste verstrickt, beschwert und gequält haben.“ Die entscheidende Bibelstelle für ihn ist: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Bedeutung schwindet

Von ihrem Tiefpunkt der städtischen Entwicklung nach der kompletten Zerstörung durch die Truppen von Ludwig XIV. im Jahre 1689 erholte sich Worms nur schwer. Hinzu kamen die Erstarkung der Fürsten und die damit verbundene Schwächung der Reichsgewalt, wodurch die Bedeutung der Stadt zusätzlich schwand. Dies änderte sich mit der Industrialisierung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim mit einer expandierenden Lederfabrikation für Aufschwung sorgte.

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