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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Erst mal den Fuß in die Tür stellen“

14.12.2018

Sande Die Aussicht auf große Zuschüsse aus Fördertöpfen des Landes für Maßnahmen zur Dorfentwicklung in der Gemeinde hat in Sande schon mal größeres Frohlocken ausgelöst. Heute ist man zurückhaltender: Denn der Eigenanteil, den Sande beisteuern müsste (und eigentlich nicht hat) ist für eine finanzschwache Kommune immer noch ein ziemlich dicker Brocken.

Wie berichtet, läuft das Sander Dorferneuerungsprogramm, mit dem in der Vergangenheit überwiegend Straßensanierungen umgesetzt wurden, zum Ende des Jahres aus. Sande könnte mit entsprechenden Vorschlägen ei­ne Verlängerung des Programms erreichen und will daher auf zwei Maßnahmen zurückkommen, die ein Dorferneuerungs-Arbeitskreis vor zehn Jahren schon mal ausgearbeitet hat. Der hatte damals Ideen zur Neu- beziehungsweise Umgestaltung der Hauptstraße im Bereich des südlichen Ortseingangs und im Abschnitt zwischen dem Rathaus und dem Marktplatz gemacht.

Allerdings: Nicht nur die Spielregeln haben sich zwischenzeitlich geändert, reine Straßenbaumaßnahmen werden nicht mehr gefördert. „Heute geht es darum, den Bürgern mehr Aufenthaltsqualität anzubieten“, erläuterte Klaus Oltmann von der Gemeinde Sande. Und außerdem: Auf die damals ermittelten Kosten müsste man heute noch mal rund 40 Prozent draufschlagen. Schätzungsweise 160 000 Euro müsste Sande selbst aufbringen, um eine eigentlich intakte Straße etwas aufzuhübschen.

Die SPD sieht das wohl, meint aber auch: „Man kann eine Gemeinde auch kaputtsparen.“ Ratsherr Frank Behrens plädierte deshalb dafür, die Pläne von damals zu überarbeiten und zu gucken, wie man die Gemeinde mit vertretbarem Aufwand weiterentwickeln kann.

Die Opposition bleibt skeptisch: „Wir haben in Sande jede Menge Baustellen, die wichtiger und dringender sind“, sagt Frank David (FDP). „Wir können doch nicht für eine halbe Million Euro eine intakte Straße verändern und gleichzeitig den Bürgern erklären, dass zum Beispiel für die kaputte Posener Straße kein Geld da ist.“ Genauso sieht es Peter de Boer (CDU): „Die Idee ist den Bürgern schwer zu vermitteln, weil wir in Sande zu viele andere Straßen zu sanieren haben. Jetzt Geld in die Hand zu nehmen, Pläne zu überarbeiten und zu gucken, ob die Aussicht auf Erfolg haben, ist mir zu vage.“ Er wolle lieber erst mal sehen, wie sich der Ortseingang verändert, wenn an der Hauptstraße 1 ab nächsten Frühjahr die Bäckerei mit Café von Müller & Egerer entsteht.

Klaus Oltmann machte deutlich: Wir müssten für eine Förderung ohnehin mehr tun, als ein paar Straßenbäume zu pflanzen. Mit den Stimmen der SPD wurde beschlossen, mit einer Neuplanung zu prüfen, was überhaupt geht. „Mit dem entsprechenden Antrag hätten wir erst mal einen Fuß in der Tür“, sagt Oltmann.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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