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NWZonline.de Region Friesland Politik

„Ernten jetzt die Früchte unserer Arbeit“

22.01.2020
Frage: Gutes Timing: Zum 15. Stadtgeburtstag von Schortens kommt die Nachricht, dass Amazon Schortens entdeckt hat und im interkommunalen Jade-Weser-Park bauen will. . .
Böhling: Ja, das fügt sich gut zusammen. Ich habe weitere Entwicklungen und Investitionen für Schortens auf unserem Neujahrsempfang ja schon angedeutet – ohne bereits Namen zu nennen. Dieser ist nun raus. Es ist ein tolles Signal, nicht nur für Schortens, sondern für die Region. Näheres zu dem Bauvorhaben werden die Unternehmen aber in Kürze selbst mitteilen.
Frage: Zurück zum Stadtgeburtstag: Wenn Sie heute durch Schortens gehen, wo hat sich die Stadt am stärksten verändert, wo ist Schortens städtischer geworden?
Böhling: Städtischer geworden sind wir zunächst einmal in der eigenen Wahrnehmung und auch in der Darstellung nach außen. Insbesondere bei Investoren wird unsere Stadt heute anders wahrgenommen als früher. Mit dem Begriff „Stadt“ verbinden Investoren, Ansiedlungswillige und Menschen, die sich für ein Haus, eine Wohnung oder ein Neubaugrundstück interessieren, ein Mehr an Angeboten. Aber auch das Bewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger hat sich vielfach geändert. Ich denke, unsere Schortenser sind froh, hier zu leben.
Frage: Abgesehen von Architektur und Städtebau, in welchen Bereichen ist das Angebot außerdem städtischer geworden?
Böhling: Mittlerweile haben wir mit der Integrierten Gesamtschule ein Schulangebot, was einer Stadt entspricht. Es ist möglich, in Schortens das Abitur zu machen. Unsere Bildungsstandorte, unser Kinderbetreuungskonzept entspricht städtischem Standard. Viele neue Geschäfte sind gekommen und mehr werden folgen. Die Einwohnerzahl steigt. Wir sind im Aufwind.
Frage: Auch wenn Schortens Stadt ist, vielen Bürgern kommt das immer noch nicht so leicht über die Lippen – für einige ist Schortens immer auch noch Dorf geblieben. Oder wenigstens Gemeinde. Wie und wo ist für Sie Schortens noch dörflich?
Böhling: Hahaha. Kostet fünf Euro. Nein, viele Bürgerinnen und Bürger sind in der Gemeinde aufgewachsen. Die Umstellung fiel ihnen daher nicht immer leicht. Aber ich erinnere an den 21. Januar 2005: An dem Tag überbrachte uns der damalige Innenminister Uwe Schünemann die Stadtrechte. Es war ein historisch schönes Fest mit vielen weiteren Veranstaltungen in den Tagen danach. Die Schortenserinnen und Schortenser haben begeistert mitgemacht.
Wir haben aber auch weiterhin unsere schönen Dörfer in den Außenbereichen. Dort wird demjenigen, der es lieber dörflich mag, eine schöne Heimat mit vielen Angeboten der Bürgervereine und vielem mehr geboten. Das ist auch ein Vorteil gegenüber Städten, die lediglich einen dicht bebauten Ortskern haben.
Frage: Schortens besteht aus 12 Stadt- oder Ortsteilen, viele davon ja auch mit sehr dörflicher Struktur. Hat sich der Zusammenhalt in den einzelnen Dörfern verändert, seit Schortens Stadt ist?
Böhling: Der Zusammenhalt innerhalb der Stadtteile aber auch in der gesamten Stadt war und ist sehr groß. Das war auch vor der Stadtwerdung schon so. Aber ich denke, dass das Wir-Gefühl insgesamt noch größer geworden ist nach dem Motto „Zwölf Ortsteile – eine Stadt“.
Frage: Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft: 2025 – dann ist Schortens 20 Jahre Stadt. Zurzeit hat man den Eindruck, dass in den fünf Jahren bis dahin mehr passiert als in den 15 Jahren zuvor. Wie sehen Sie das?
Böhling: Wir ernten jetzt und in den kommenden Jahren die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit in Rat und Verwaltung. Die ersten Jahre waren von planerischen und grundsätzlichen, infrastrukturellen Vorbereitungen geprägt. So haben wir – nur als Beispiel – zunächst die Flächen für das neue Gewerbegebiet zwischen alter und neuer B 210 erworben und viele Bebauungspläne auf den Weg gebracht, sind aktuell wieder in der Städtebauförderung und einiges mehr. Dann hat uns die bundesweite Konjunkturkrise 2007/2008 insgesamt zurückgeworfen. Aber wir waren beharrlich und haben für die Zukunft geplant. Jetzt geht es Schlag auf Schlag, weil unsere Stadt deutlich im Bewusstsein von Investoren und Bauwilligen ist und sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich anders, eben städtischer wahrgenommen wird.
Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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