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NWZonline.de Region Friesland Politik

Geschichte: Stadt-Rundgang gegen das Vergessen

07.11.2015

Varel Als in der Nacht von 9. auf den 10. November 1938 in Deutschland die Synagogen von den Nationalsozialisten angezündet wurden, blieb auch die jüdische Gemeinde der damaligen Kleinstadt Varel nicht verschont. „Auch hier hat die Synagoge gebrannt, Menschen wurden systematisch verfolgt“, sagt Karl-Heinz Martinß.

Damit die Pogromnacht, eine der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, nicht in Vergessenheit gerät, lädt der Gästeführer für diesen Sonntag, 8. November, zu einem Spaziergang durch die Stadt ein. Los geht es um 11.15 Uhr auf dem Schlossplatz. Die Teilnahme kostet drei Euro.

Über zehn Stationen geht es bis zum Schlusspunkt an der Osterstraße, wo bis 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde gestanden hatte. „Ich will zeigen, dass auch Varel Geschichte hat“, sagt Martinß. Er führt die Teilnehmer an Orte, die die Vareler nicht unbedingt mit der NS-Zeit in Verbindung bringen.

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„Es geht zu Häusern, die heute eine ganz andere Nutzung haben, als vor 77 Jahren“, erläutert Martinß. So zum Beispiel das Gebäude an der Schüttingstraße 13, wo damals das jüdische Altenheim untergebracht war, oder das an der Drostenstraße 10, wo Vareler Bürger jüdischen Glaubens ein Schuhgeschäft betrieben hatten.

Martinß will außerdem aufzeigen: „Es gab auch Täter in Varel“. Deshalb verweist er bei dem Rundgang unter anderem auf das Haus an der Mühlenstraße, in dem heute Willis Fahrradladen untergebracht ist. „Dort wohnte damals ein hoher Funktionär der Nazi-Partei NSDAP.“

Die Stadtführung soll eine Mahnung sein und habe durchaus auch einen aktuellen Bezug. „Angesichts der Flüchtlingsdiskussion will ich an die Menschenwürde erinnern“, sagt Martinß.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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